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Die Krise und der Alltagsdiskurs
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Die Krise und der Alltagsdiskurs

Eine Krise zwischen den Zeilen?

20 Seiten · 4,07 EUR
(30. Juni 2010)

 
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Aus der Einleitung:

Der Begriff "Krise" wird auf verschiedenen Ebenen der Bewusstheit gebildet. Unmittelbar zugänglich ist die Ebene der intellektuellen Auseinandersetzung, wie sie seit Monaten kontrovers und in breiter Vielfalt in allen Medien geführt wird. Es dürfte kaum möglich sein, auf dieser Ebene einen einheitlichen und von einer Mehrheit geteilten Begriff zu finden. Eine weitere Ebene der Begriffsbildung wird bei der Betrachtung von sprachlichen und grafischen Bildern zugänglich, also kognitiven Metaphern und Kollektivsymbolen. Auf dieser Ebene ist z.B. das Bild des ?gierigen? Bankers oder Spekulanten angesiedelt.

Ich möchte für die Analyse einer dritten Ebene der Bewusstheit plädieren, die sich eher im Nebensächlichen äußert. Dort sollte erkennbar werden, welche Einstellungen und Haltungen Menschen entwickeln, wenn sie gerade nicht kontrolliert über das Thema nachdenken. So wie bekanntlich das aufrichtige Bekenntnis, man sei kein Ausländerfeind, keineswegs etwas über den tatsächlichen Begriff, den der betreffende Mensch von ?Ausländern? und zu ihnen entwickelt hat, aussagt, so sagt auch der bewusst in der Öffentlichkeit diskutierte Begriff ?Krise? nicht mit Sicherheit viel darüber aus, was die Menschen tatsächlich darüber ?denken? ? und wie sie handeln werden, wenn es sie ganz persönlich und vielleicht auch massenhaft trifft. Zu diesem Zweck ist es sinnvoll, Alltagsdiskurse zu analysieren und dabei auf subtile sprachliche Feinheiten zu achten. Dies will ich mit Mitteln der Kritischen Diskursanalyse an einigen Beispielen zeigen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Krise! Welche Krise?
Walter Otto Ötsch, Katrin Hirte, Jürgen Nordmann (Hg.):
Krise! Welche Krise?
the author
Apl. Prof. Dr. Franz Januschek
Franz Januschek

Carl von Ossietsky Universität Oldenburg, Institut für Germanistik, D-26129 Oldenburg; franz.januschek@uni-oldenburg.de