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Friday, August 23, 2019
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Die Ökologie des Geldes
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Die Ökologie des Geldes

14 Seiten · 3,07 EUR
(April 2013)

 
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Aus der Vorrede von Bernhard Emunds:

In seinem Büchlein "Ökologie des Geldes" (1999, deutsch 2002) plädiert Douthwaite für die Koexistenz von (mindestens) vier Geldformen: eine internationale Währung zur Abrechnung des grenzüberschreitenden Güteraustausches, deren Wert an Emissionszertifikate gebunden ist, eine leicht inflationäre nationale (oder regionale) Währung, durch deren Ausgabe der Staat seine Ausgaben deckt und die im Inland als wichtigstes Tauschmittel dient, Tauschring-Guthaben oder anderes von den Benutzern selbst geschaffenes Geld und schließlich wertstabiles Geld zur Wertaufbewahrung.

Ausgangspunkt seiner Überlegungen und Analysen ist eine Kritik der heute dominierenden Form des "kommerziell geschöpften" Geldes. Damit bezeichnet er das Geld, das entsteht, wenn die Geschäftsbanken bei der Vergabe eines Kredites den Kreditkunden Guthaben auf deren Girokonten einräumen. Douthwaite kritisiert, dass dieses Geld in den Zentralen gewinnorientierter Organisationen entsteht, so dass die Benutzer, die ggf. weit entfernt leben, es sich dort gegen Zinszahlungen ausleihen müssen. Außerdem bedeutet die Bindung der Geldschöpfung an das Bedienen einer privaten Kreditnachfrage, dass die Wirtschaftsakteure mal mit zu viel, mal mit zu wenig Tauschmitteln ausgestattet werden – je nach konjunktureller Stimmung der kreditwürdigen Kreditnachfrager und der Geschäftsbanken. Und schließlich: Weil jede Kreditrückzahlungen mit der Vernichtung von Geld einhergeht und weil durch die Verzinsung bei dieser Rückzahlung mehr Geld vernichtet zu werden scheint als ursprünglich geschaffen wurde, begründet der Kreditzins für Douthwaite einen Wachstumszwang.

Mit seinem Vorschlag, vier Geldformen nebeneinander zu nutzen, möchte Douthwaite mehrere Ziele, die zueinander in Spannung stehen, gleichzeitig erreichen: Einerseits soll die Wirtschaft nicht wachsen müssen und, wenn sie wächst, soll sie ressourcenschonender und emissionsärmer werden. Andererseits soll menschliche Arbeitskraft nicht ungenutzt bleiben. Einerseits sollen die Menschen, die über Geld verfügen einen Anreiz haben, es für Leistungen anderer auszugeben. Andererseits sollen ihnen aber auch verlässliche Möglichkeiten geboten werden, Kaufkraft in die Zukunft zu transferieren.

In den folgenden Auszügen aus der "Ökologie des Geldes" stellt Douthwaite zwei der vier Geldformen vor, die er an die Stelle des heutigen Geldes setzen will, das von gewinnorientierten Banken durch Buchungen geschaffen wird: einerseits Geld, das die Benutzer des Geldes selber schöpfen können, und andererseits Geld, das der Staat schöpft, um damit einen Teil seiner Ausgaben bezahlen zu können.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Den Geldschleier lüften!
Bernhard Emunds, Wolf-Gero Reichert (Hg.):
Den Geldschleier lüften!
the author
Prof. Dr. Richard Douthwaite
Richard  Douthwaite

1942-2011, britischer Ökonom