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Wednesday, April 24, 2019
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Die Organisation von Wissensarbeit
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Die Organisation von Wissensarbeit

Die Dysfunktionalität von Kontrolle und Anreize bei Wissensarbeit

24 Seiten · 3,41 EUR
(Februar 2010)

 
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Aus der Einleitung:

Soll die Organisation von Wissensarbeit analysiert werden, dann müssen zuerst die beiden Schlüsselbegriffe der Organisation und der Wissensarbeit näher beleuchtet und definiert werden. Zwar ist bewusst im Titel der Terminus Organisation im Weickschen Sinne als Form des Organisierens benutzt worden, dennoch hat diese Vorstellung Rückwirkungen auf die Definition von Organisation. So wird im Folgenden vom institutionellen Organisationsbegriff ausgegangen, der durch die Klassiker der Organisationstheorie (Weber, Taylor, Fayol) geprägt, aber anschließend dekonstruiert wurde. Die Dekonstruktion kann an dieser Stelle allerdings nicht in aller Ausführlichkeit gezeigt werden. Das Augenmerk richtet sich nur auf ein paar Ansätze aus der Geschichte der Organisationstheorie, anhand derer sich die Dekonstruktion des Organisationsbegriffs rekonstruieren lässt. In diesem Artikel wird die Dekonstruktion am Fall der Wissensarbeit exemplarisch vorgeführt. Dazu wird zunächst Wissensarbeit – der zweite Schlüsselbegriff – genau definiert.

Hier werden drei verschiedenen Diskurse, in denen Wissensarbeit bisher behandelt wurde, kurz skizziert: der betriebswirtschaftliche, der arbeitssoziologische und der systemtheoretische Diskurs. Nach einer eigenen Definition des Begriffs der Wissensarbeit wird analysiert, warum traditionelle Formen von selektiven Anreizen bei der Wissensarbeit nicht greifen bzw. zu Dysfunktionalitäten führen. Anschließend werden Alternativen der Steuerung von Wissensarbeit diskutiert, wobei die Form der intrinsischen Motivation durch das Vorhandensein eines großen Handlungsspielraumes genauer analysiert wird. Zentrale These dieses Aufsatzes ist dabei, dass sich Wissensarbeit nicht direkt steuern lässt: Selektive Anreize können nicht eingesetzt werden, da entweder die Arbeit nicht von Dritten beobachtet oder beurteilt werden kann oder sie führen sogar zu Dysfunktionalitäten. Wissensarbeit gelingt nur in Autonomiespielräumen, die zu kooperativen Handeln führen. Kooperation ist dabei aber nicht intentional, sondern nur als ex post Rationalisierung zu verstehen. Allerdings sind die Autonomiespielräume, die zur nicht-intentionalen Kooperation veranlassen voraussetzungsvoll: Sie müssen geschaffen werden. Nur in diesem strukturellen Sinne ist Wissensarbeit indirekt steuerbar. Auf diese Weise sind Konturen eines neuen Organisationsverständnisses angedeutet, welches Organisationen in die Spielebene und in die Ebene der Spielregeln differenziert. Ein solches Organisationsverständnis knüpft an die Dekonstruktion des institutionellen Organisationsverständnisses an, markiert aber Einflussoptionen, die ein neues Verständnis von Management zur Folge haben. Dies wird am Beispiel einer Unternehmensberatungsgesellschaft veranschaulicht. Zunächst werden einige Momente der Dekonstruktion des Organisationsbegriffs kurz aufgelistet.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Wissensökonomie und Innovation
Manfred Moldaschl, Nico Stehr (Hg.):
Wissensökonomie und Innovation
the author
Prof. Dr. Uwe Wilkesmann
Uwe Wilkesmann

Inhaber des Lehrstuhls für Organisationsforschung, Weiterbildungs- und Sozialmanagement am Zentrum für Weiterbildung der Technischen Universität Dortmund und Direktor des Zentrums für Weiterbildung an der TU Dortmund und Adjunct Professor am Knowledge Management Research Centre, Hong Kong Polytechnic University. Arbeitsgebiete: Organisationsforschung, Wissensmanagement, Motivation und Anreize, Steuerung von Universitäten.