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Dienstag, 21. August 2018
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Die Pathologie der gestundeten Zeit. Zur Öffnung komprimierter Zeiträume für ethische Entscheidungen
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Die Pathologie der gestundeten Zeit. Zur Öffnung komprimierter Zeiträume für ethische Entscheidungen

16 Seiten · 4,10 EUR
(Mai 2017)

 
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Aus der Einleitung:

Zeit spielt eine tragende Rolle für ethische Entscheidungen. Ethische Entscheidungen zeichnen sich insbesondere durch ein Absehen sowohl von einer Logik der Schuldkausalität als auch von einem auf dem Prinzip des Ausgleichs von Schuld beruhenden Gerechtigkeitsbegriff aus. Doch welche Struktur von Zeit liegt ethischen Entscheidungen zu Grunde?

Grundsätzlich beziehen sich Entscheidungen auf Wahlmöglichkeiten, deren erwartete Konsequenzen – aus vergangenen Erfahrungen abgeleitet – auf die Zukunft projiziert werden. Die Zukunft eröffnet sich somit als ein Erwartungsfeld der antizipierten Konsequenzen unterschiedlicher Wahlmöglichkeiten. Wird eine Entscheidungssituation derart vorgestellt, spannt sich Zeit als ein kontinuierlicher Zusammenhang zwischen vergangenen Erfahrungen und der Projektion zukünftiger Konsequenzen in der Wahrnehmung des Subjekts auf. Der Ökonom Frank Knight weist darauf hin, dass die vom Subjekt auf der Grundlage vergangener Erfahrungen antizipierten Konsequenzen gegenwärtiger Entscheidungen zugleich als zukünftige Ursachen dieser Entscheidungen angesehen werden können...


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Die Welt kostet Zeit
Birger P. Priddat, Verena Rauen (Hg.):
Die Welt kostet Zeit
Die Autorin
Dr. Verena Rauen
Verena Rauen

wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Wirtschaftsethik der Universität St. Gallen. Nach ihrem Studium der Philosophie und Germanistik in Trier, Bochum, Paris und Baltimore promovierte sie mit Auszeichnung in einer cotutelle de thèse an den Universitäten Paris IV und Bochum und leitete anschließend das Kiel Center for Philosophy, Politics and Economics an der Universität Kiel als wissenschaftliche Geschäftsführerin. Ihre Forschungsschwerpunkte betreffen das Verhältnis zwischen Ethik und Ökonomie, die ambivalente Rolle der Moral in Netzwerken der Korruption sowie ethisches Handeln angesichts von Ungewissheit.

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