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Mittwoch, 22. August 2018
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Die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft als Kompass zur Neuordnung der Gesundheitsversorgung in Deutschland: Das Beispiel der vertragsärztlichen Versorgung
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Die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft als Kompass zur Neuordnung der Gesundheitsversorgung in Deutschland: Das Beispiel der vertragsärztlichen Versorgung

22 Seiten · 3,52 EUR
(Juli 2008)

 
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Aus der Einleitung:

In der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben rund 200 Reformgesetze in den letzten 25 Jahren zu keiner nachhaltigen Stabilisierung der Gesundheitskosten geführt. Der durchschnittliche Beitragssatz ist in den letzten 30 Jahren von rund 7 Prozent auf heute über 14 Prozent gestiegen. Die Leidtragenden sind die Beitragszahler; sie haben keine Chance auf einen Beitrag, der sich an der Leistungsfähigkeit des Einzelnen sowie an den persönlichen Präferenzen des Versicherten im Hinblick auf seinen Gesundheitsschutz orientiert.

Mit dem Kurieren an Symptomen muss deshalb Schluss sein. Eine grundlegende Strukturreform des Gesundheitswesens sowohl auf der Einnahme als auch auf der Ausgabenseite ist dringend erforderlich! Einen ersten Beitrag hierzu hat die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. – bereits im Dezember 2002 geleistet. Unter der wissenschaftlichen Federführung von Professor Knappe hat die vbw ein Modell zur Neuausrichtung der Finanzierung in der Krankenversicherung entwickelt und in die politische Diskussion eingebracht.

Das Knappe-Modell „Pauschalprämie in der Krankenversicherung – Ein Weg zu mehr Effizienz und mehr Gerechtigkeit“ hat in der politischen und wissenschaftlichen Diskussion breiten Widerhall gefunden. Mit dem Knappe-Modell wurde erstmals ein Pauschalprämiensystem in der Krankenversicherung auf seine finanzielle Machbarkeit und seine sozialverträgliche Gestaltungsmöglichkeiten hin überprüft. Pauschalprämien bieten durch die Abkoppelung der Gesundheitskosten vom Faktor Arbeit die Chance, unser Gesundheitssystem auf ein solideres finanzielles, sozial gerechteres und wirtschaftlich effizienteres Fundament zu stellen. Eine strukturelle Reform unseres Gesundheitssystems muss jedoch auch auf der Ausgabenseite erfolgen. Es ist vor diesem Hintergrund ausdrücklich zu begrüßen, dass die Ausrichtung der Krankenversicherung auf deutlich mehr Wettbewerb als gemeinsame Zielvorgabe in den Koalitionsvertrag der Großen Koalition im Jahr 2006 aufgenommen worden ist. In diesem Zusammenhang hat die vbw zusammen mit den Autoren ein Wettbewerbsmodell für die wichtigsten Leistungsbereiche der GKV entwickelt.

Im Folgenden werden wir im ersten Teil dieses Beitrags die ordnungspolitische Konzeption unseres Wettbewerbmodells vorstellen, bei dem wir die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft – in Anlehnung an Walter Eucken und Alfred Müller-Armack – als ordnungspolitischen Kompass verwenden. Im zweiten Teil wenden wir die Konzeption des Wettbewerbsmodells auf die vertragsärztliche Versorgung an.


zitierfähiger Aufsatz aus ...