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Die Qualität der Nachhaltigkeitswissenschaft: eine philosophische Perspektive
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Die Qualität der Nachhaltigkeitswissenschaft: eine philosophische Perspektive

33 Seiten · 5,88 EUR
(22. März 2013)

 
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Aus der Einleitung:

Die Nachhaltigkeitswissenschaft (sustainability science) ist ein eigenständiges Gebiet der Wissenschaftsförderung geworden. Beispiele dafür sind das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung organisierte Programm Forschung für Nachhaltigkeit und das "science and technology for sustainability program" der "national academies" in den USA. Doch Förderung allein legitimiert die Nachhaltigkeitswissenschaft noch nicht. Eher verlangt sie, diese wissenschaftlichen Aktivitäten und ihre Schlüsselmerkmale genauer zu untersuchen und zu reflektieren. Es gibt auch Nachhaltigkeitswissenschaft in dem Sinne, dass es Wissenschaftler gibt, die sich als Nachhaltigkeitswissenschaftler bezeichnen. Allerdings ist weder Förderung noch die bloße Aussage, eine solche Wissenschaft zu betreiben, ausreichend, um eine Wissenschaft zu begründen und zu kultivieren. Darüber hinaus muss Nachhaltigkeitswissenschaft, wie jede Wissenschaft, kontinuierlich ihre Praxis und ihre Schlüsselmerkmale reflektieren, wenn Dogmatismus vermieden werden soll. Zu diesem Zweck sollen im Folgenden Schlüsselmerkmale der Nachhaltigkeitswissenschaft aus philosophischer Perspektive untersucht werden. Diese Merkmale definieren zugleich unser Arbeitskonzept von "Nachhaltigkeitswissenschaft" bzw. von "Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung". Diese Elemente sind die Normativität der "sustainability science", ihr zeitlicher Charakter (Dringlichkeit), die Inklusion von Nicht-Wissenschaftlern in die Nachhaltigkeitswissenschaft und die Untersuchung der Wechselbeziehungen zwischen natürlicher Umwelt und Gesellschaft. Kurz gesagt betreffen diese vier Elemente die Explikation und Artikulation von Werten und Prinzipien ("Normativität"), die zeitliche Beziehung der Forschung zu dem, was auf dem Spiel steht ("Dringlichkeit"), die gerechtfertigte Einbeziehung von Nicht-Wissenschaftlern ("Partizipation") und die Zusammenarbeit von Natur- und Sozialwissenschaftlern ("Interdisziplinarität").


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Perspektiven nachhaltiger Entwicklung
Judith C. Enders, Moritz Remig (Hg.):
Perspektiven nachhaltiger Entwicklung
the authors
Dr. Rafael Ziegler
Rafael Ziegler

studierte Philosophie und der Ökonomie an der London School of Economics und der McGill University. Seit 2008 leitet er die sozial-ökologische Forschungsgruppe GETIDOS an der Universität Greifswald. Die Schwerpunkt der Forschungsinteressen von Rafael Ziegler liegen in der politischen Philosophie und der Wissenschaftsphilosophie.

Prof. Dr. Konrad Ott
Konrad Ott

seit 1997 Professor für Umweltethik an der Universität Greifswald. Seit 2000 Mitglied des Rates von Sachverständigen für Umweltfragen.

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