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Die Schenkung und die Möglichkeit einer glücklichen Wirtschaft: Die Bedeutung Lévinas’ für die Wirtschaftsphilosophie
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Die Schenkung und die Möglichkeit einer glücklichen Wirtschaft: Die Bedeutung Lévinas’ für die Wirtschaftsphilosophie

26 Seiten · 3,59 EUR
(Juni 2016)

 
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Aus der Einleitung:

Die von der Physiokratie eingeführte, theorizistische Auffassung der Ökonomie, die in der neoklassischen Ökonomie ihre mathematisch vollendetste Form findet, versteht die Ökonomie als eine geschlossene Totalität von Kausalbeziehungen, die sich um die Produktionstätigkeit legen. Da die gesamte Ökonomie sozusagen von Beziehungen absorbiert wird, bei welchen die Produktion mal Ursache, mal Folge – oder auch beides zugleich ist, kann diese Auffassung auch als poietisch bezeichnet werden, und zwar im Hinblick auf den Begriff der Poeisis, welcher im Vokabular der klassischen Philosophie die Produktionstätigkeit bezeichnet. Die durch die Wirtschaftstheorie determinierten "Objekte" – ob man sie nun der Investition, der Produktion oder dem Konsum zuordnet – werden in diesem oder jenem Moment der sich auf die Produktion beziehenden Kausalbeziehungen erfasst. Das Einschließen dieser Kausalbeziehungen in ein System impliziert, dass letztendlich alles, was ökonomisch "ist", produziert wird, oder um es anders auszudrücken: Nichts von dem, was für die Ökonomie von Bedeutung ist, existiert außerhalb von ihr.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Was ist?
Wolf Dieter Enkelmann, Birger Priddat (Hg.):
Was ist?
the author
Prof. Patrick Mardellat

Patrick Mardellat (*1964) ist Professor für Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsphilosophie am Institut d'Etudes Politiques de Lille (Frankreich). Er ist Mitbegründer der European Philosophy-Economics Network und Mitglied der französischen Gesellschaft für die Studie der Volkswirtschaftslehre (Association Charles Gide). Aktuelle Forschungsschwerpunkte: Wirtschaftsphilosophie der Armut, Ökonomik und Religion, Geschichte der deutschsprachigen Ökonomie, Phänomenologie und Ökonomik. Zahlreiche Publikationen zu Themen der praktischen und aristotelischen Tradition der Volkswirtschaftslehre (2005, 2009), der österreichischen und der historischen Schule der Ökonomik (2007, 2009, 2013) sowie der Wirtschaftsphilosophie (2011, 2013).