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Sunday, June 16, 2019
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Die Tragik der Finanzmärkte
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Die Tragik der Finanzmärkte

Eine Betrachtung von Finanzmärkten als Soziale Dilemma in Hinblick auf institutionelle Lösungen

20 Seiten · 4,89 EUR
(März 2013)

 
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Aus der Einleitung:

Ökonomen, Politiker und weite Teile der öffentlichen Meinung sind sich einig, dass die internationalen Finanzmärkte versagt haben und weiter versagen werden, wenn sich nicht schleunigst etwas ändert. Ebenso ist man sich einig, dass Finanzmärkte eine wichtige Funktion im globalisierten Wirtschaftssystem einnehmen und ihr Funktionieren essentiell für die weitere Steigerung des weltweiten Wohlstandes und die Vermeidung von Wirtschaftskrisen ist. Auf den unterschiedlichen politischen Ebenen werden daher, unterstützt durch Ökonomen und kommentiert durch eine breite Öffentlichkeit, Reformvorschläge für die Finanzmärkte diskutiert.

Stärkere Regulierung und eine Verschärfung der bereits gültigen Regeln flankiert durch verstärkte staatliche wie auch private Überwachung und Sanktionierung stehen dabei im Fokus der Debatte. Diese Herangehensweise an die Reformation der Finanzmärkte setzt voraus, dass Finanzmärkte grundsätzlich funktionsfähige Märkte sind, auf denen es zu partiellem Marktversagen kommt. In diesem Sinne können staatliche Eingriffe zur Korrektur des Marktversagens führen und eine effiziente Allokation herstellen. Das Problem der Finanzmärkte kann jedoch auch aus einer grundsätzlich anderen Perspektive betrachtet werden.

Eine solche alternative Betrachtungsweise, nämlich die Betrachtung der Finanzmärkte als Allmende-Gut soll hier vorgeschlagen werden. Sie betrachtet Finanzmärkte als fundamental instabil mit einer Neigung zur Ineffizienz der Allokation. Aus dieser Perspektive sollen dann die Erkenntnisse Elinor Ostroms zur Regulierung von common pool-Ressourcen für eine Regulierung der Finanzmärkte fruchtbar gemacht werden.

Dabei geht es uns nicht darum, die Dominanz einer Problembeschreibung im Hinblick auf den Realismus ihrer Annahmen oder die Genauigkeit ihrer Vorhersagen zu thematisieren. Vielmehr soll diese alternative Betrachtungsweise Aufmerksamkeit und Interesse für weitere politische Regulierungsmöglichkeiten schaffen – es geht uns darum, Anregungen zu geben für eine praktische Bearbeitung des Problems der Finanzmarktregulierung.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Akteure, Verträge, Netzwerke
Birger P. Priddat (Hg.):
Akteure, Verträge, Netzwerke
the authors
Martin Boecker

Universität Witten-Herdecke

Julia Köhn

Wissenschaftliche Mitarbeiter bei Prof. Dr. B. Priddat, Universität Witten-Herdecke

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