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Die Zeit des Politischen in der Rhetorik des Aristoteles
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Die Zeit des Politischen in der Rhetorik des Aristoteles

14 Seiten · 2,94 EUR
(26. April 2013)

 
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Aus der Einleitung:

Das Politische, woran sich das Bürgersein der Bürger innerhalb einer Polis-Gemeinde öffentlich manifestiert, zeigt sich der Rhetorik des Aristoteles entsprechend, nicht zuletzt in Institutionen wie der Volksversammlung, anlässlich von Hochfesten der Polis, von Staatsbegräbnissen oder vor Gericht. Hier erweist sich, dass bestimmte Typen von Reden eine konstitutive Rolle für die Existenz dieser Gemeinde, ihr Selbstverständnis und die Weise ihrer Daseinsgestaltung haben. Die Trias unterschiedlicher Gattungen von Rhetorik (symbuleutische, epideiktische und dikanische) reflektiert diesen Sachverhalt.

Sie bringt auf unterschiedliche Weise die sachlichen Voraussetzungen und normativen Grundlagen der Polis-Gemeinde ins Spiel. Reden in diesen Gattungen beruhen nicht zuletzt auf gemeinsam geteiltem Lebenswissen. Sie thematisieren, von verschiedenen Gesichtspunkten ausgehend, auf je verschiedene Weise und mit unterschiedlichem Zeithorizont die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieser Art von Gemeinwesen. Die Analyse der in diesen Reden meistenteils thematisierten Zeit ergibt, dass es sich hierbei um eine Zeitgestalt sui generis handelt. Sie fällt unter McTaggart’s A-Serie der Zeit, ist unter anderem weder objektiv noch universal, subjektiv oder partikulär schlechthin; vielmehr ist sie intersubjektiv und häufig auf eine geringe Anzahl von ‚Generationen‘, vorzüglich auf die gegenwärtige bezogen. Sie macht das "volle, eigentliche Geschehen des Daseins aus" (M. Heidegger). Sie ist nur partiell mit Geschichtszeit identisch. Damit erweist sie sich zwar als keineswegs unerheblicher, weil häufig verwendeter, wenngleich beschränkter Zeitbegriff für politische Rede heute.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Wirtschaft – Gesellschaft – Natur
Djordje Pinter, Uwe Schubert (Hg.):
Wirtschaft – Gesellschaft – Natur
the author
Prof. em. Dr. Markus H. Wörner
Markus H. Wörner

Em. Professor der Philosophie und Head of Department, National University of Ireland (1987–2009). Promotion (1978) (Bonn), Habilitation (Freie Univ. Berlin) (1984). Gastprofessor am Boston College (1991), Mercator Professor der DFG an der Freien Univ. Berlin (2000), Sekretär der Philosophiesektion der Royal Irish Academy Dublin (1989–2000). Fellow der Royal Astronomical Society.