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Die alten Grenzen der „Neuen Wachstumstheorie“
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Die alten Grenzen der „Neuen Wachstumstheorie“

Ein nachfrage- und bedürfnistheoretischer Ansatz

33 Seiten · 4,13 EUR
(25. Februar 2010)

 
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Aus der Einleitung:

Zur Überwindung der Auswirkungen der aktuellen globalen Weltwirtschaftskrise steht Wachstumspolitik – oder was man dafür hält – wieder an oberster Stelle. Alle Aktivitäten sind darauf gerichtet, den „Wachstumsmotor“ wieder anzukurbeln. In Deutschland wurde beispielsweise innerhalb kürzester Zeit ein explizit so genanntes „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ Realität. Als ob es nie Kritik an der These gegeben hätte, über Entlastungen der Wirtschaft von Abgaben und Steuern zu höheren Wachstumsraten zu kommen und überhaupt Diskussionen über einen trade off von Wirtschaftswachstum und globaler Umweltkrise unbekannt wären, wird unbeirrt der alte wirtschaftspolitische Kurs in sogar noch einmal beschleunigter und verschärfter Form fortgesetzt.

Bereits in der Vergangenheit stand zur Überwindung ökonomischer Probleme, die sich auch bereits vor der „Jahrhundertkrise“ in allen Industriegesellschaften in hoher Arbeitslosigkeit, drückender Staatsverschuldung, Finanzierungsproblemen der sozialen Sicherungssysteme etc. zeigten, höheres Wirtschaftswachstum im Mittelpunkt. Modellcharakter hatten (und haben) offensichtlich immer noch die „Wirtschaftswunderjahre“ nach dem Zweiten Weltkrieg, in denen nicht nur Deutschland Wachstumsraten teilweise im zweistelligen Bereich aufwies. Die Forderung nach dauerhaft höheren Wachstumsraten von drei, vier, fünf Prozent übergeht jedoch ein Problem: ein derartiges anhaltend exponentielles Wachstum ist in entwickelten Industriegesellschaften – insgesamt wie pro Kopf betrachtet – nirgendwo zu beobachten. Statt von einem exponentiellen ist die Realität der industriellen Entwicklung von einem weitgehend linearen Wachstumsmuster – also konstanten realen Zuwächsen und demzufolge abnehmenden Wachstumsraten – gekennzeichnet.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Wissensökonomie und Innovation
Manfred Moldaschl, Nico Stehr (Hg.):
Wissensökonomie und Innovation
the author
Dr. Norbert Reuter
Norbert Reuter

geb. 1960, Abteilungsleiter Tarifpolitische Grundsätze beim Bundesvorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in Berlin (seit 2016); Habilitation 2000 (RWTH Aachen); Mitglied der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ des Deutschen Bundestages (2011-2013).

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