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Sonntag, 18. November 2018
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Die intellektuellen Wurzeln der Euro-Krise
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Die intellektuellen Wurzeln der Euro-Krise

21 Seiten · 3,43 EUR
(November 2014)

 
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Aus der Einleitung:

Ist die Euro-Krise, wie die herrschende Politik anzunehmen scheint, die Konsequenz einer verfehlten Wirtschaftspolitik in einigen Mitgliedsländern, die zu hohen Budgetdefiziten und auf Dauer untragbaren Staatsschulden geführt hat? Oder deutet die Tatsache, dass Japan, die USA oder Großbritannien höhere Defizite und Schulden aufweisen als einige europäische Krisenländer, ohne von einer vergleichbaren Krise erfasst zu werden, darauf hin, dass die Eurokrise nicht allein, ja noch nicht einmal in erster Linie auf Fehler nationaler Regierungen zurückgeführt werden kann? Könnte es sein, dass die Krise eine Reihe von Merkmalen aufweist, die der institutionellen Gestalt der Europäischen Währungsunion (EWU) geschuldet sind? Jan Priewe hat in seinen Beiträgen deutlich gemacht, dass er die Interpretationen, die die Krise wesentlich als Schuldenkrise einzelner Länder ausweisen, zurückweist (vgl. Priewe 2012). Er richtet seinen Blick stattdessen auf die EWU-weiten Ungleichgewichte, die auseinanderdriftende preisliche Wettbewerbsfähigkeit, die divergierende Entwicklung der Lohnstückkosten und die Leistungsdefizite auf Seiten der einen wie die Überschüsse auf der anderen Seite.

Ich möchte in diesem Beitrag Jan Priewes Interpretation aufgreifen, mich aber nicht auf die Analyse der Ungleichgewichte in Europa beschränken, sondern die Frage nach den institutionellen Hintergründen derselben ins Zentrum der Diskussion rücken.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Der Autor
Prof. Dr. Claus Thomasberger
Claus Thomasberger

FHTW Berlin, International Economics

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