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Sunday, February 24, 2019
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Die multinationale Unternehmung als politischer Akteur in der globalisierten Welt
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Die multinationale Unternehmung als politischer Akteur in der globalisierten Welt

14 Seiten · 3,41 EUR
(Juni 2010)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Der Beitrag von Andreas Georg Scherer mit dem Titel „Die multinationale Unternehmung als politischer Akteur in der globalisierten Welt“ untersucht, welche politische Verantwortung multinationalen Unternehmen im Falle globaler Regelungsdefizite bzw. bei Versagen staatlicher Institutionen zugeschrieben werden kann und welche Legitimationsprobleme sich daraus ergeben. Ausgangslage in dem theoretisch ausgerichteten Beitrag ist die Annahme, dass wirtschaftliche Aktivität nur im Rahmen von Spielregeln möglich ist. Da der Markt diese nicht selbst hervorbringen kann, setzt der Staat Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Aktivität. In einer globalisierten Welt werden verbindliche Regeln mit transnationaler Wirkung darüber hinaus von privaten Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteuren entwickelt und durchgesetzt. Die ökonomische Theorie hingegen empfiehlt, dass nur unter den Bedingungen des freien Handels wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand weltweit optimal gefördert werden können. Eine weltweite Harmonisierung von Sozial- und Umweltstandards mindert bestehende Kostenvorteile der Entwicklungsländer. Vor diesem theoretischen Hintergrund wird sowohl die staatliche Politik als auch das Verhalten multinationaler Unternehmen kritisiert. Scherer zeigt nun die Steuerungsgrenzen gerade eines solchen liberalen Ordnungsmodells auf: So ist in der modernen Gesellschaft der Staat gar nicht mehr in der Lage, auf soziale Schieflagen mit entsprechenden Regeln zu reagieren, was die innere Souveränität des Staates unterwandert. Zur Überwindung dieses Dilemmas bringt Scherer die internationale Unternehmensethik ins Spiel und stellt die soziale Verantwortung der Unternehmen heraus. Im Detail geht er auf den Stakeholder-Ansatz, die Business & Society-Bewegung und die CSRForschung ein, denen er allesamt Defizite zuschreibt. Mit der Nürnberger Unternehmensethik, dem Corporate-Citizenship-Ansatz und einigen eigenen Überlegungen zur deliberativen Politiktheorie von Jürgen Habermas werden neuere Forschungsarbeiten vorgestellt, deren Legitimitätskonzepte noch erarbeitet werden müssen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Unternehmensethik
Olaf J. Schumann, Alexander Brink, Thomas Beschorner (Hg.):
Unternehmensethik
the author
Prof. Dr. Andreas Georg Scherer

geb. 1964, 1990-2000 Assistent am Betriebswirtschaftlichen Institut der Universität Erlangen-Nürnberg (bei Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Steinmann), 2000-2002 Professor für BWL der öff. Verwaltung/Managementlehre am Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaften der Universität Konstanz. Seit 2002 Inhaber des Lehrstuhls „Grundlagen der BWL und Theorien der Unternehmung“ an der Universität Zürich. Seit 2004 Leiter des Instituts für Organisation und Unternehmenstheorien (IOU). Forschungsgebiete: Internationales Management, Organisationstheorie, Unternehmensethik, Wissenschaftstheorie u.a.