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Tuesday, May 21, 2019
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Die neue Unberechenbarkeit
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Die neue Unberechenbarkeit

9 Seiten · 2,44 EUR
(Juni 2006)

 
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Aus der Einleitung des Beitrags:

Politik und Verbände können die Medien thematisch nicht länger verlässlich und wirksam in ihrem Sinne steuern; das war bis in die neunziger Jahre hinein anders. Vielleicht gelingt es ihnen heute noch, das eine oder andere von ihnen gewünschte Thema zeitgerecht zu platzieren. In der einen oder anderen Zeitung, dem einen oder anderen Hörfunk-Sender. Politiker, Parteien und Verbände versuchen das unablässig, weil sie an die entsprechende Wirkung glauben, glauben, dass sie so Meinungen bilden, Entscheidungen beeinflussen, Karrieren von Politikern und Parteien befördern können. Ob ein gesetztes Thema jedoch wirkt, das entscheidet sich über Aufmachung, Erscheinungs-Häufigkeit und zeitgleiche Verbreitung im Mediensystem. Nur was oft prominent in vielen Medien erscheint, wird für bedeutend gehalten und entsprechend wahrgenommen. Und genau an dieser Stelle versiegt der Einfluss. Wie das Thema gedeutet, wie es platziert wird, in welchem Umfeld es erscheint, wie viele Medien es zeitgleich übernehmen, was all diese letztlich entscheidenden Details anbetrifft, da sind die Medien für politische und gesellschaftliche Akteure unberechenbar geworden. Eine Unberechenbarkeit auf Grund von Vielfalt, die jedoch umgekehrt auch dazu führt, dass die Medien genauso selten der Politik ernsthaft Themen diktieren können; es gibt nichts, was nicht mit einem gewissen Selbstbewusstsein ignoriert werden kann.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Agendasetting und Reformpolitik
Dominik Haubner, Erika Mezger, Hermann Schwengel (Hg.):
Agendasetting und Reformpolitik
the author
Dr. Wolfgang Storz

Jg. 1954, ehemals politischer Korrespondent in Bonn, Leiter des politischen Ressorts bei der Badischen Zeitung, Freiburg, als Chefredakteur und Medienberater bei der IG Metall, seit Herbst 2000 als stellv. Chefredakteur bei der Frankfurter Rundschau, seit Herbst 2002 bis Frühjahr 2006 Chefredakteur.