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Die neukeynesianische Makroökonomie im Spiegel konkurrierender Weltbilder
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Die neukeynesianische Makroökonomie im Spiegel konkurrierender Weltbilder

31 Seiten · 3,53 EUR
(Juni 2011)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

In seinem Beitrag setzt sich Peter Spahn kritisch mit der neuen neoklassischen Synthese auseinander, insbesondere mit dem ihr zugrundeliegenden Paradigma der intertemporalen Nutzenmaximierung eines repräsentativen Haushalts, wodurch zentrale Koordinationsprobleme, die im Fokus keynesianischer Makroökonomik stehen, systematisch ausgeblendet werden. Der Fundamentalismus der von Lucas begründeten rigiden Mikrofundierung der Makroökonomik, der letztere überflüssig mache, offenbare in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise seine gesamte Schwäche. Da gesamtwirtschaftliche Schwankungen stets bei mikroökonomischem Gleichgewicht ablaufen, gibt es bei rationalen Erwartungen der Akteure keinerlei therapeutische Legitimation für Geld- und/oder Fiskalpolitik. Zudem erfordere die intertemporale Optimierung des Konsums die Existenz eines perfekten Finanzmarktes. Gleichwohl macht Spahn in seiner differenzierten Abhandlung die neukeynesianische Makroökonomie weder für die jüngste Finanzkrise mitverantwortlich noch will er sie permanent exorzieren, sondern er plädiert für ihre Weiterentwicklung insbesondere in informationstheoretischer Sicht, um die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungsmuster kapitalistischer Volkswirtschaften besser zu erfassen. Diese seien durch eine hohe Persistenz der Makrovariablen gekennzeichnet, so dass die Hypothese adaptiver Erwartungen angesichts der empirischen Daten realistischer sei als diejenige rationaler Erwartungen. Die Überwindung der Kunstfigur des repräsentativen Wirtschaftssubjektes und der damit verbundenen "adhockery" bei der mikroökonomischen Fundierung, die Axiome postuliere, die nicht auf empirischen Befunden basieren, sei daher für den Fortschritt der makroökonomischen Theorie notwendig. Eine Mikrofundierung bei heterogenen Akteuren macht die Rückbesinnung auf den Keynesschen Investor ebenso erforderlich wie auf Schumpeters innovierenden Unternehmer oder die Berücksichtigung des zentralen Gedankens von Hayek, wonach Märkte die Funktion haben, Informationen zu bündeln, die individuelle Wirtschaftssubjekte nicht besitzen können.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Prof. Dr. Peter Spahn
Peter Spahn

Institut für Volkswirtschaftslehre, Universität Hohenheim (Stuttgart).

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