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E-Controlling
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E-Controlling

Einige Anmerkungen zum E-Business aus Controlling-Sicht

16 Seiten · 4,29 EUR
(14. Februar 2007)

 
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Aus der Einleitung:

Konservativen Zeitgenossen mag es so erscheinen, als überrolle eine „E-Welle“ bestehende Begriffs- und Vorstellungswelten, aber auch bewährte ökonomische Prinzipien – ohne daß damit unbedingt Neuartiges oder dauerhaft Erfolgreiches geschaffen werde. Aus dieser Perspektive heraus ist es erklärungsbedürftig, warum neben Schlagworten wie beispielsweise „E-Commerce“, „E-Business“, „E-Marketing“ oder „E-Procurement“ nun auch noch von „E-Controlling“ die Rede sein soll.

Auf der anderen Seite könnten gerade Propagandisten neuartiger Gesetzmäßigkeiten der „New Economy“ darauf verweisen, daß traditionelle Bewertungsmaßstäbe der „Old Economy“ (z.B. Rentabilitätsmaße) für die Internet-Ökonomie nicht mehr ohne weiteres relevant sind, was ja anscheinend mindestens bis zum Frühjahr des Jahres 2000 auch von den Kapitalmärkten so gesehen wurde. Vertritt man diese Auffassung, so ist „E-Controlling“ zumindest dann ein in sich widersprüchlicher Begriff, wenn man darunter die unreflektierte Anwendung traditioneller Recheninstrumente des Controlling im E Business versteht.

Die „E-Welle“ hat aber zumindest den Effekt, daß viele Unternehmen auch der „Old Economy“ darüber nachdenken, internet-basierte Vertriebs- und Beschaffungskonzepte einzuführen. Dies geschieht nicht nur, weil sie sich teils – aufgrund der Bewertung der Kapitalmärkte – dazu getrieben sehen. Meldungen über gute Geschäftszahlen haben oftmals weniger positive Auswirkungen auf den Aktienkurs als beispielsweise die Ankündigung, die eigenen Produkte fortan auch über das Internet zu vermarkten.

An diesem Punkt setzt der vorliegende Beitrag an. Es soll der Frage nachgegangen werden, welche spezifischen Problemfelder und Anforderungen das Vordringen des Internet in der Unternehmenstätigkeit für das Controlling mit sich bringt. Ohne die Grundsatzfrage nach dem Inhalt des schillernden Begriffs „Controlling“ aufgreifen zu wollen, soll zumindest das Bereitstellen ergebnisrelevanter Informationen als wichtige Aufgabe des Controlling betrachtet werden, vor allem mit dem Ziel, auf diese Weise die Rationalität von Unternehmensentscheidungen – zum Beispiel über die Nutzung des Internet – sicherzustellen. Auch für Unternehmen der „Old Economy“ sind internet-basierte Absatz- oder Beschaffungsformen nur dann ökonomisch sinnvoll, wenn die Nutzeffekte die Kostenwirkungen langfristig überkompensieren. Zumindest langfristig werden auch Unternehmen der Internet-Ökonomie nur dann bestehen können, wenn sie positive Ergebnisse erwirtschaften. Dies sagt allerdings nicht, daß die Marktmechanismen in der Internet-Ökonomie sich nicht von denen der „Old Economy“ unterscheiden könnten und damit neuartige Controllinginstrumentarien zu entwickeln wären.

Angesichts der Vielgestaltigkeit der Einsatzformen des Internet erscheint es für die weitere Untersuchung zunächst zweckmäßig, einen Analyserahmen zu entwickeln (Abschnitt 2). In den Abschnitten 3 und 4 werden controllingrelevante Dimensionen des E-Business eingehender daraufhin untersucht, ob sich neuartige konzeptionelle oder instrumentelle Anforderungen daraus ergeben.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
e-conomy 2.0
Michael Hutter (Hg.):
e-conomy 2.0
the author
Prof. Dr. Friederike Wall
Friederike Wall

ist Inhaberin des Dr. Werner Jackstädt-Stiftungslehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre – Controlling und Informationsmanagement an der Wirtschaftsfakultät der Universität Witten/Herdecke. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Controllingstrategien und -konzeptionen, Risikomanagement und ökonomische Analyse des Informationsmanagements.

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