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E-Government als integraler Teil von Public Management
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E-Government als integraler Teil von Public Management

17 Seiten · 3,55 EUR
(Januar 2008)

 
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Aus der Einleitung:

E-Government ist kein eigenständiges Fachgebiet, wie T. Schuppan es andenkt, sondern eines der typischen modernen transdisziplinären Projekte, für die wir noch keine passende Form gefunden haben.

So ist es folgerichtig, darüber nachzudenken, wie E-Government in der Forschung platziert werden kann. E-Government allerdings ausschließlich der Wirtschaftsinformatik zuordnen zu wollen, überfordert die Wirtschaftsinformatik. Schuppan sieht zwar sehr wohl, dass die Informatik als Informatik nicht das Gebiet des E-Government umfassen kann; deshalb soll seiner Ansicht nach die (Verwaltungs-) Informatik ausgeweitet werden. Richtig daran ist, dass das Gebiet der E-Government umfassender ist als es von der Informatik erfasst werden kann.

E-Government ist primär kein IT-Projekt, sondern ein transdisziplinäres (laterales) Reorganisationsprojekt der Verwaltung als neues Kooperations- und Netzwerkmanagement. Aus den Umstrukturierungen der Wirtschaftsunternehmen wissen wir, dass IT-Prozesse Organisationsprozesse sind oder IT-Investitionen, die Organisationsfolgen haben, die durch Managementprozesse antizipiert und angeleitet werden müssen. In diesem Sinne ist Budäus’ Aufwertung und Einbindung von E-Government in den Public Management-Prozess (Budäus 2006) konsequent und richtungsweisend. K. Schwiering weist zudem darauf hin, dass Public Management als holistisches Projekt ausgefaltet werden muss, und nicht auf dem IT-neutralen Stand des New Public Management stehen bleiben darf (wie auch nicht auf dem organisationsneutralen Standpunkt der IT).

Weder E-Government als IT-Prozess noch als Organisationsreform sind selbständige Projekte. Sie sind managementgeleitet, d.h. strategisch gesetzte Projekte, die zu ihrer Durchsetzung einer Führung bedürfen. Es handelt sich folglich um Top-down-Prozesse – und nicht um project ownerships der IT-Abteilung. Die technischen Experten richten sich eher nach den rechtlichen Rahmenbedingungen, anstatt die Möglichkeiten der IT in Anschlag zu bringen (Schwiering 2005, 211): Sie entwerten oft die innovativen Potenziale.

Es gibt keine Struktureffekte, die ‚automatische‘ Transformationen erzwingen. E-Government kann als bloße Kopie der laufenden Ablaufprozesse ohne Reorganisationseffekt verlanden (als Kostenloch, ohne Wertschöpfungskonzeption. In Deutschland wird – bei seinem schwachen Entwicklungsstand – „E-Government … noch für lange Zeit effiziente Instrumente in ineffiziente Strukturen implementieren“.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Öffentlich – Privat: Verwaltung als Schnittstellenmanagement
Patrick von Maravic, Birger P. Priddat (Hg.):
Öffentlich – Privat: Verwaltung als Schnittstellenmanagement
the author
Prof. Dr. Birger P. Priddat
Birger P. Priddat

geb. 1950, Seniorprofessur für Wirtschaft und Philosophie, Wirtschaftsfakultät, Universität Witten/Herdecke; arbeitet an Themen zwischen Philosophie und Wirtschaft, vor allem auch an der Theoriegeschichte der Ökonomie.

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