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Monday, July 22, 2019
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Effektivität, Fairness und Effizienz in der internationalen Klimapolitik
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Effektivität, Fairness und Effizienz in der internationalen Klimapolitik

Contraction and Convergence mit handelbaren Emissionsrechten

22 Seiten · 3,65 EUR
(Oktober 2009)

 
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Aus der Einleitung:

Ein drängendes Problem der sozio-ökonomischen Energieforschung ist die Frage, wie internationale Klimapolitik dem vorwiegend durch fossile Energienutzung verursachten Klimawandel wirksam begegnen kann. In Abgrenzung zur technologischen Forschung, die den technischen Fortschritt zu höherer Energieeffizienz, Kostendegressionen bei den erneuerbaren Energien oder radikalen Technologieinnovationen vorantreibt, geht es vor allem darum, wie ökonomische Anreizsysteme für effektiven und kosteneffizienten Klimaschutz gestaltet werden müssen und wer die ökonomischen Anpassungskosten beim Übergang zu klimafreundlichen Energie- bzw. Wirtschaftssystemen trägt. Die vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen müssen nach dem vierten Sachstandsbericht der Vereinten Nationen in Zukunft stark beschränkt werden, um Klimawandel wirksam einzudämmen und drastische negative Folgen einer Klimaveränderung zu vermeiden. Die Notwendigkeit einer deutlichen Verringerung (engl. contraction) der globalen Treibhausgasemissionen – vor allem energiebedingter Kohlendioxidemissionen – über die nächsten Jahrzehnte ist allgemein anerkannt. Strittig bleibt, wie das resultierende knappe Emissionsbudget auf die Weltbevölkerung verteilt werden soll. Ein auf politischer Ebene verstärkt diskutierter Verteilungsvorschlag beruht auf dem egalitaristischen Ansatz, dass jedem Menschen das gleiche Recht auf Kohlendioxidemissionen zusteht und sich deshalb langfristig die weltweiten Pro-Kopf-Emissionen angleichen sollen (engl. convergence). Damit das von den Vereinten Nationen vorgeschlagene globale Emissionsbudget nicht überschritten wird, müssten die Kohlendioxidemissionen pro Person bis 2050 auf nicht mehr als zwei Tonnen reduziert werden, was in etwa einer Halbierung der derzeitigen durchschnittlichen Pro-Kopf Emissionen entspricht. Dieser Vorschlag, der in Ökonomenkreisen unter dem Schlagwort Contraction and Convergence schon seit Anfang der 90er Jahre kursiert, wird im Folgenden vor dem Hintergrund grundsätzlicher ökonomischer Anreizprobleme im internationalen Klimaschutz analysiert.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the authors
Prof. Dr. Christoph Böhringer
Christoph Böhringer

seit 2007 Professor für Wirtschaftspolitik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg; 2004-2007 Ordentlicher Professor für Volkswirtschaftlehre (C4) an der Universität Heidelberg; 1999-2007 Leiter des Forschungsbereichs „Umwelt- und Ressourcenökonomie, Umweltmanagement“ des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim.

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Prof. Dr. Andreas Löschel
Andreas Löschel

ist Inhaber des Lehrstuhls für Mikroökonomik, insbesondere Energie- und Ressourcenökonomik, an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Seit 2017 leitet er das Virtuelle Institut Smart Energy in Nordrhein-Westfalen und ist seit 2011 Vorsitzender der Expertenkommission zum Monitoring-Prozess "Energie der Zukunft" der Bundesregierung.

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Prof. em. Dr. Heinz Welsch
Heinz Welsch

Universität Oldenburg, Institut für Volkswirtschaftslehre, Lehrstuhl für Wirtschaftstheorie

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