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Dienstag, 17. Juli 2018
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Eigentumsparadox in EU-Osteuropa?
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Eigentumsparadox in EU-Osteuropa?

19 Seiten · 4,06 EUR
(Oktober 2016)

 
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Aus der Einleitung:

Im November 2015 hat die Zentralbank Polens die Öffentlichkeit mit den Ergebnissen einer Studie überrascht, der zufolge ein Durchschnittshaushalt in Polen über 61,7 Tausend Euro verfüge, was höher liege als der durch die Bundesbank errechnete Betrag für einen Durchschnittshaushalt in Deutschland mit 51,4 Tausend Euro (NBP 2015). Trotz Kritik am methodologischen Bewertungsansatz des Realvermögens hat die in allen EU-Mitgliedsstaaten durch die Zentralbanken durchgeführte Untersuchung einige Strukturmerkmale der EU-Ostländer offen gelegt. Generell zeichnet die Haushalte in dieser Region im Unterschied zu den übrigen EU-Ländern (i) ein relativ hohes Realvermögen in Form von Haus- bzw. Wohnungseigentum, (ii) geringe Finanzaktiva und (iii) weniger Verschuldung aus. Wohneigentumsraten erreichen in den EU-Ostländern Werte von mehr als 80 Prozent, was überdurchschnittlich im Gesamtvergleich aller EU-Länder ist.

Trotz des hohen Niveaus an unbelastetem Wohneigentum sind diese Ökonomien stark von ausländischen Kapitalzuflüssen abhängig. Sie weisen im Bankensektor eine "prekäre" Finanzierungs- und Eigentumsstruktur auf (IMF 2013). Mehr Geld verdienen zu können ist das Hauptmotiv für eine präzedenzlose Auswanderung der jungen Generation aus dieser Region. So drängt sich die Frage auf, warum die hohe Eigentumsposition der Einwohner die Abhängigkeit von ausländischem Kapital trotz mit den westlichen EU-Mitgliedsstaaten rechtlich vergleichbarer Rahmenbedingungen nicht reduziert. Wird die ökonomische Bedeutung des Eigentums überschätzt?


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Jan Beaufort, Frank Decker (Hg.):
"Eigentum, Zins und Geld" nach 20 Jahren
Die Autorin
Dr.  Justyna Schulz
Justyna Schulz

lehrt am Fachbereich für Integrierte Europastudien an der Universität Bremen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Theorien des ökonomischen und gesellschaftlichen Wandels, Transformations-/ Entwicklungsökonomie und Eigentumsökonomik.

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