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Monday, June 17, 2019
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Eine epistemisch-logische Skizze von Institutionen
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Eine epistemisch-logische Skizze von Institutionen

26 Seiten · 4,95 EUR
(Mai 2014)

 
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Aus der Einleitung:

Die Klage, dass mikroökonomische Modelle ohne die explizite Behandlung von ökonomisch relevanten Institutionen auskommen, hat eine gewisse Tradition in der Institutionenökonomik. Auf der anderen Seite herrscht keine Einigkeit darüber, welche Art mathematische Eigenschaft genau vermisst wird. Diverse Metaphern wie 'Spielregeln' oder 'Sitten' mögen einen Eindruck vermitteln, wonach gesucht wird, sie können ab einem gewissen Punkt aber auch in die Irre führen. Institutionen werden in der Regel indirekt umschrieben, anhand ihrer Effekte auf die Handlungen von Modellakteuren: sie sorgen für Regelmäßigkeit, indem sie 'in der Regel' bestimmte Handlungen verhindern, die, wenn disponibel, friedliche Transaktionen zurückdrängen würden. Solch ein Effekt wird leicht sichtbar, wenn eine empirisch allgegenwärtige Handlungsoption – etwa Diebstahl – gar nicht erst im Modell auftaucht, ohne dass eine befriedigende Erklärung dafür vorliegt, warum jeder Akteur in der Modellwelt darauf verzichten sollte. Der Aspekt der Kritik, der die formale Ökonomik daher sicher trifft und zur Beschäftigung einlädt, ist, dass sich ihr Standardansatz auf einvernehmliche Handlungen und Interaktionen beschränkt und folglich auf institutionelle Vorannahmen zurückgreift. Nur derartige Annahmen können rechtfertigen, dass der Raum der im Modell berücksichtigten Handlungs- und Interaktionsoptionen auf den engen Bereich von 'Tauschgeschäften' (eigentlich von Transaktionen: Geld gegen Leistungen) beschränkt wird, während die Akteure durch nichts anderes motiviert werden, als durch die Aneignung von Gütern.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Dr. Alihan Kabalak
Alihan Kabalak

geb. 1975, Post-Doc am Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften, Leipzig. Er studierte Wirtschaftswissenschaften in Hannover, es folgten Assistententätigkeiten an der Zeppelin Universität / Friedrichshafen und an der Universität Witten/Herdecke. Seine Forschungsschwerpunkte sind Institutionenökonomie, Handlungs- und Entscheidungstheorie, Neue Politische Ökonomie und Evolutorische Ökonomie.

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