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Monday, April 22, 2019
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Eine neue Keynes-Regel für das Weltwährungssystem
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Eine neue Keynes-Regel für das Weltwährungssystem

Wie Finanz- und Bildungskrise erfolgreich bekämpft werden können

20 Seiten · 4,67 EUR
(Juni 2011)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Hollweg verspricht mit seinem Beitrag einen Weg zu weisen, wie die Finanzkrise und die von ihm konstatierte Bildungsmisere erfolgreich bekämpft werden können. Seines Erachtens drohe in Zukunft ein eklatanter Fachkräftemangel, der den Übergang zur Wissensgesellschaft erschwere. In Hollwegs Augen hat es in der jüngeren Vergangenheit keineswegs an Ausgabenprogrammen gemangelt, auch vom Kaufkraftargument ist er nicht überzeugt. Der Autor bekundet zudem Skepsis gegenüber einer als 'neomerkantilistisch' eingestuften Exportfixierung. Insgesamt sieht er die Wurzel des Übels somit nicht in einer unzureichenden Endnachfrage, sondern in zu bescheidenen Investitionen in 'Humankapital'. Eine bessere Qualifikation schaffe mehr Beschäftigung und Wohlstand. Als Finanzierungsquelle intensivierter Bildungsanstrengungen fordert Hollweg 'Strafzahlungen', die fällig werden, sobald das außenwirtschaftliche Gleichgewicht eines Landes verletzt ist. Dabei werden sowohl die Defizit- als auch die Überschussnationen zur Abgabe verpflichtet. Der Ansatz erinnert an den während der Bretton-Woods-Konferenz 1944 unterbreiteten Vorschlag von Keynes. Das Konzept war allerdings seinerzeit mit einer eigens aus der Taufe gehobenen Währung, dem 'Bancor' verbunden. Hollwegs Modell verzichtet auf eine solche künstliche Zähleinheit. Vielmehr werden fällige Bußen in nationalem Geld beglichen.

Diese Mittel sollen an eine internationale Institution fließen, die sie zu je 50 % zur Förderung der Binnenwirtschaft in Überschussländern und zur Stärkung der Exportindustrien in Defizitländern verwendet. Beide Male werden die Ausgaben für Humankapital erhöht und mehr Fachkräfte geschult.

Hollweg erkennt freilich durchaus, dass hoch entwickelte Volkswirtschaften mit großen Ungleichgewichten durch den Ausbau des Bildungssektors überproportional profitieren könnten. Damit werde der Abstand zwischen armen und reichen Gesellschaften ausgedehnt. Um dies zu verhindern, sollte ein festzusetzender Teil der Einnahmen Regionen mit geringem Pro-Kopf-Einkommen zugute kommen. Insgesamt, so die Botschaft des Beitrags, werden mit den umrissenen Regelungen und Institutionen zwei Fliegen mit einer Klatsche geschlagen: Einerseits nehmen außenwirtschaftliche Ungleichgewichte ab, andererseits bekämpft man den hinter der Finanzkrise vermuteten Qualifizierungsnotstand.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Nachhaltige Wege aus der Finanz- und Wirtschaftskrise
Fritz Helmedag, Jürgen Kromphardt (Hg.):
Nachhaltige Wege aus der Finanz- und Wirtschaftskrise
the author
Leander L. Hollweg
Leander L. Hollweg

geb. 1956, ist Diplom-Volkswirt und Geschäftsführer der Unternehmen Tenman GbR und Tenman Prognosys GmbH, Hamburg (www.10man.de)

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