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Einkommensreichtum und seine Ursachen

Die Bestimmungsfaktoren hoher Arbeitseinkommen

"Hochschulschriften"  · Band 82

2. Auflage März 2006 · 416 Seiten ·  39,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-441-3 (Januar 2004 )

Mit einem Vorwort von Michael Sommer

 
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Individueller Reichtum, seine Entstehung, Funktion und Legitimation sind seit über 200 Jahren ein zentrales Thema der Nationalökonomie. Insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Stagnation rücken Verteilungsfragen verstärkt in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Hohe Arbeitseinkommen sind ein wesentlicher Bestandteil individuellen Reichtums. Die unzureichende empirische Daten- und Quellenlage zu hohen Arbeitseinkommen ist jedoch der Steinbruch für eine umfangreiche wirtschaftswissenschaftliche Mythenbildung:

Hohe Arbeitseinkommen repräsentieren aus Sicht der herrschenden Lehrmeinung einen stärkeren Leistungswillen und somit eine höhere Grenzproduktivität der Besserverdienenden. Hohe Einkommensunterschiede sind Ausdruck eines funktionierenden Anreizsystems, innerhalb dessen hohe Einkommen eine positive Lenkungsfunktion übernehmen. Die Legitimität von Einkommensreichtum in kapitalistischen Gesellschaften basiert auf der Annahme der Gültigkeit des Leistungsprinzips und der Existenz von Chancengleichheit. "Individuelle Leistung" und funktionale Erwägungen sollten darüber entscheiden, ob jemand eine Position besetzen kann, die mit hohem Arbeitseinkommen verbunden ist. Die empirische Relevanz des Leistungsprinzips erfordert einen starken Einfluss nicht-meritokratischer Faktoren (Humankapital, Arbeitszeit) auf die Einkommensentstehung.

In eklatantem Gegensatz zur Popularität dieser These steht ihre empirische Fundierung. Die Studie des Autors untersucht erstmals für die Bundesrepublik Deutschland die Struktur und Bestimmungsfaktoren hoher Arbeitseinkommen auf der Basis einer interdisziplinären Datenbasis (Sozioökonomisches Panel). Herausgearbeitet werden die unterschiedlichen sozioökonomischen und soziodemographischen Charakteristika von Reichen und Nicht-Reichen. Durch die Analyse der Bestimmungsfaktoren hoher Arbeitseinkommen gelingt es, Aussagen darüber zu treffen, inwieweit es sich hierbei um "Leistungseinkommen" handelt, oder nicht vielmehr um das Ergebnis einer sozialen Selektion durch soziale Herkunft oder geschlechtliche Diskriminierung. Die Ursachen des finanziellen Erfolgs der "Besserverdienenden" geben gleichzeitig Auskunft über seine Legitimität.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.07.2004 ()

"... Zu diesen und anderen Schlußfolgerungen kommt Dierk Hirschel, der Chefökonom des Deutschen Gewerkschaftsbundes, in seiner dicht gepackten Studie über die Bestimmungsfaktoren hoher Arbeitseinkommen. ... Dem Autor gelingt es, aus dem Datensatz des sozioökonomischen Panels mit Hilfe statistischer und ökonometrischer Verfahren eine Fülle interessanter Zusammenhänge zutage zu fördern und eine Lücke in der Erforschung des oberen Einkommenssegments zu schließen. Sein Ausgangspunkt ist das Argument, "Besserverdienende" besäßen stärkeren Leistungswillen und höhere Grenzproduktivität als der Durchschnitt. ... Die Ergebnisse von Hirscheis Arbeit stellen jedoch die Relevanz von Chancengleichheit und Leistungsprinzip ernsthaft in Frage, wodurch wiederum die Rechtfertigung für eine ungleiche Einkommensverteilung entfällt. ... Immerhin wirft dieses überaus lesenswerte Buch noch ein nicht zu unterschätzendes Nebenprodukt ab. Auf gut 60 Seiten breitet der Autor die Reichhaltigkeit bestehender Einkommenstheorien aus ... und zeigt damit unbeabsichtigt, auf welch dürftigem Niveau die Diskussion über Einkommens- und verwandte Gerechtigkeiten in der Öffentlichkeit oft abläuft.


the author
Dr. Dierk Hirschel
Dierk Hirschel Chefökonom des DGB [weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • Zeitschrift für Politikwissenschaft, 2/2006, S. 535
  • Zeitschrift für Politikwissenschaft, 2/2006, S. 535
  • "Immerhin wirft dieses überaus lesenswerte Buch noch ein nicht zu unterschätzendes Nebenprodukt ab. Auf gut 60 Seiten breitet der Autor die Reichhaltigkeit bestehender Einkommenstheorien aus" ...
    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.07.2004 mehr...
  • Journal für Konflikt- und Gewaltforschung, 1/2005, S. 163-175
  • Zeitschrift für Sozialökonomie 145/2005, S. 37-38
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