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Engagement der Bio-Betriebe in Netzwerken - von betrieblichem und regionalem Nutzen
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Engagement der Bio-Betriebe in Netzwerken - von betrieblichem und regionalem Nutzen

20 Seiten · 4,29 EUR
(05. September 2007)

 
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Aus der Einleitung:

In diesem Beitrag soll genauer betrachtet werden, inwieweit die Bio-Unternehmen in Interessenverbände, gemeinwohlorientierte Organisationen oder regionale Netzwerke eingebunden sind. Dabei stehen insbesondere die betrieblichen Motivationen für das Engagement in derartigen Organisationen im Vordergrund, sowie der Nutzen, der dabei für die Betriebe entstehen kann. Darüber hinaus wird nach Anhaltspunkten dafür gesucht, inwieweit die Region von den Aktivitäten derartiger Netzwerke und Organisationen im Sinne von zukunftsfähigem Wohlstand profitiert. Es wird angenommen, dass die Betriebe in Netzwerken mit unterschiedlichen Charakteristika engagiert sind und der betriebliche Nutzen entsprechend unterschiedlich ausfällt. Dabei stehen die Unterschiede in engem Zusammenhang damit, ob in den Netzwerken eher ökonomische oder gemeinwohlorientierte Ziele verfolgt werden.

Zu dem Engagement der Betriebe in verschiedenen Organisationen liegen zum einen quantitative Ergebnisse aus der Befragung per Fragebogen vor. Außerdem wurden insgesamt neun Fallstudien von vier landwirtschaftlichen, drei verarbeitenden und zwei Handelsbetrieben durchgeführt, bei denen die von ihnen erbrachten regionalen Wohlstandsleistungen im Mittelpunkt standen. Das Engagement in Netzwerken und gemeinwohlorientierten Organisationen war dabei eines der Themen, das in den qualitativen Interviews mit den Betriebsleiter(inne)n, Mitarbeiter(inne)n und Akteuren aus dem Umfeld angesprochen wurde. In den Interviews mit den Betriebsleiter(inne)n und jeweils ein bis zwei Mitarbeiter (inne)n konnte ausführlicher darauf eingegangen werden, welche Motive für das Engagement in verschiedenen Organisationen vorliegen, welche Erfahrungen gemacht wurden und wie der Nutzen für den Betrieb eingeschätzt wird. Die in jeder Fallstudie vorgenommenen ergänzenden Interviews mit Akteuren aus dem lokalen und institutionellen Umfeld (kommunale oder Kreisverwaltung, Mitglieder von Vereinen oder Verbänden, Nachbarn etc.) gaben Aufschluss darüber, wie das Engagement der Betriebe von außen wahrgenommen und bewertet wird. Insgesamt wurden 37 Interviews mit Umfeldakteuren durchgeführt, für jede Fallstudie drei bis sieben. Nicht in allen Interviews wurden allerdings Angaben zum Engagement der Betriebe in Netzwerken oder Organisationen gemacht. Die Interviews wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse mit einem Kodierleitfaden ausgewertet und die Aussagen der Betriebsleiter(innen) hinsichtlich der Aktivitäten in unterschiedlichen organisatorischen Zusammenhängen kategorisiert. Sofern vorhanden wurden den Aussagen der Betriebsleiter(innen) die Einschätzungen der Akteure im Umfeld gegenübergestellt. Da das Thema regionale Vernetzung nur einen Aspekt der Fallstudien darstellte, war es nicht möglich, für jeden Betrieb eine Netzwerkanalyse durchzuführen. Aufgrund des qualitativen Charakters von Fallstudien sind die Ergebnisse nicht verallgemeinerbar.

In dem folgenden Beitrag soll zunächst auf theoretische Ansätze und den Stand der Forschung zu regionalen oder ländlichen Netzwerken eingegangen werden (6.2). Der Hauptteil des Beitrags widmet sich den empirischen Ergebnissen zu den Aktivitäten der Bio-Unternehmen in regionalen Organisationen und Netzwerken (6.3). Der Beitrag endet mit Schlussfolgerungen hinsichtlich der betrieblichen und regionalen Potenziale, die mit diesem Engagement verbunden sein können (6.4).


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Zukunftsfähiger Wohlstand
Martina Schäfer (Hg.):
Zukunftsfähiger Wohlstand
the author
Prof. Dr. Martina Schäfer
Martina Schäfer

Juniorprofessorin am Institut für Soziologie der Technischen Universität Berlin; Leiterin der Nachwuchsgruppe „Regionaler Wohlstand neu betrachtet“ am Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) der TU Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind nachhaltige Regionalentwicklung, nachhaltiger Konsum, nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung und Nachhaltigkeitsindikatoren.

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