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Monday, March 25, 2019
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Europäische Umweltpolitik

Die Umweltunion als Chance für die materielle und institutionelle Weiterentwicklung der europäischen Integration

"Ökologie und Wirtschaftsforschung"  · Band 32

515 Seiten ·  39,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 3-89518-236-2 (März 1999 )

 
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Die Europäische Union steht am Ende des 20. Jahrhunderts vor zwei weitreichenden Herausforderungen. Zum einen bedarf es zur Verbesserung ihrer Entscheidungs- und Legitimationsmechanismen institutionellen Veränderungen und Reformen. Zum anderen ist die EU gefordert, den Menschen auch künftig qualitativ hinnehmbare Lebensbedingungen zu bieten. Es gilt also, das historisch gewachsene Primat der Wirtschaft um eine ökologische Dimension zu ergänzen.

In der Arbeit werden beide Problemkreise im Zusammenhang diskutiert. Ziel ist es, den materiellen und institutionellen Bestimmungsmerkmalen und Zusammenhängen der Umweltpolitik in der EU auf die Spur zu kommen. Mit dieser Analyse lassen sich Voraussetzungen und Wege erkennen, wie die EU einen Beitrag zu einer dauerhaften umweltgerechten Entwicklung in Europa leisten kann. Die Erweiterung der EU zu einer Umweltunion hängt dabei in institutioneller Hinsicht insbesondere mit dem Problem der Kompetenzverteilung und -ausübung innerhalb mehrstufiger politischer Systeme zusammen. Deswegen wird speziell Rekurs genommen auf das Prinzip der Subsidiarität, das seit dem Vertrag von Maastricht Bestandteil des EU-Rechts ist und heute als essentielles Leitprinzip für die Fortentwicklung der EU gilt. Die Ergebnisse dieser speziellen Diskussion lassen sich dabei nicht nur als Beitrag zur institutionellen Reform der EU, sondern gleichzeitig als allgemeine Hinweise für das Problem politischer Lenkbarkeit und Lenkungsmöglichkeiten der modernen Industriegesellschaft angesichts der ökologischen Herausforderung verstehen.

Kyklos, 2000, S. 423 ()

"Es gibt noch Bücher, die zu lesen intellektuell ein Gewinn und literarisch ein Vergnügen ist. Von einem solchen Buch ist hier zu berichten, ursprünglich eine Dissertation (an der Hochschule St. Gallen), die mindestens eine Habilitation aufwiegt. Wer wenig Zeit fürs Lesen aufwendet, wird sagen mögen, dieses Buch sei viel zu lang. Andere werden an- und bemerken, dass dies zwei Bücher in einem sind - immerhin: Eine theoretische Einführung in die Probleme internationaler Entscheidungsfindung, ein historischer Rückblick auf die Entwicklung von der Montanunion über die Maastricher Verträge und die Vereinbarungen von Amsterdam, ein Überblick über Programmatik und Rechtsgrundlagen der europäischen Umweltpolitik und eine Evaluation von deren bisherigen Erfolgen und Misserfolgen - das erste Buch (die Kapitel 1 bis 4 des einen Buches). Weil die ökologische Unreife der Europäischen Union ein leicht zu beschreibendes Zwischenfazit des `Europa der 15' ist, wird die Umweltunion, als inhaltliche und institutionelle Weiterentwicklung der europäischen Integration zur faszinierenden, entscheidenden Frage, die ökologische Neuorientierung zum Ausgangspunkt für die Zukunft des neuen, noch grösseren Europa - das zweite Buch (die Kapitel 5 bis 6 und der Ausblick des vorliegenden einen Buches).

Das Leitmotiv für dieses gewaltige Werk fand der Autor, so scheint mir, in einer Rede Iring Fetschers: 'Wenn ... Europa tatsächlich mehr oder anderes sein soll als eine Zollunion oder allenfalls ein vereinigtes und nach aussen abgeschlossenes Wirtschaftsgebiet, dann wird es notwendig sein, ... dem Unbehagen grössere Aufmerksamkeit zu schenken, das durch den Prozess der wirtschaftlich technischen Dynamik in Teilen der Bevölkerung ausgelöst wird'(Fetscher 1995). Dieses Unbehagen macht Wepler zu seinem Credo: Es geht ihm darum, den materiellen und institutionellen Bestimmungsmerkmalen und Zusammenhängen in der europäischen Union (EU) auf die Spur zu kommen und zu erkennen, unter welchen Voraussetzungen sie einen Beitrag leisten kann zur zukunftsfähigen Entwicklung (sustainable development) Europas. ...

Moralische Vorstellungskraft ist die handwerkliche Grundvoraussetzung eines jeden grossen Schriftstellers; und dies ist sicherlich auch eine Voraussetzung eines jeden grossen wissenschaftlichen Entwurfs. Weplers moralische Vorstellungskraft mündet in einer institutionellen Innovation: Das repräsentativ demokratische politische System der Mitgliedstaaten und die politischen Strukturen und Mechanismen der EU müssen, so sagt er, so ergänzt und geändert werden, dass die Anerkennung und Durchsetzung der legitimen Interessen der Zukunft an der Erhaltung der Natur gewährleistet sind. Gesucht ist der Treuhänder, der unabhängig von kurzfristigen Interessen die Anliegen der Zukünftigen vertritt und als Gegenpol zu den dominierenden Partikularinterssen der Gegenwart agieren kann. In Bezug auf die Zukunft sind (auch) die Europäer noch keine Demokraten. ..."



International Journal of Social Economics, 3/4 2002, S. 337-340 ()

Die englischsprachige Besprechung dieses Journals ist identisch mit dem Text, der zuvor in Kyklos in deutsch erschienen war und dort auszugsweise wiedergegeben wird.


dem Verlag bekannte Rezensionen
  • Süddeutsche Zeitung, 30.12.1999
  • Zeitschrift für Politikwissenschaft, 4/2000, S. 1903
  • "Es gibt noch Bücher, die zu lesen intellektuell ein Gewinn und literarisch ein Vergnügen ist. Von einem solchen Buch ist hier zu berichten" ...
    Kyklos, 2000, S. 423 mehr...
  • Pro Zukunft, 2000, Rubrik 323
  • International Journal of Social Economics, 3/4 2002, S. 337-340 mehr...
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