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Europäische Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung

pdf 205 Seiten ·  18,70 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-500-7 (April 2005 )
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Die friedliche Bewältigung der neuen Phase der Globalisierung ist auf eine möglichst partnerschaftliche wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit auf der Grundlage von universell akzeptierten Mindestnormen angewiesen. Zum Gegensatz dazu gewinnt das speziell auf seine eigenen Bedingungen abgestimmte US-amerikanische Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell immer mehr an weltweiten Einfluss. Andere wirtschaftliche Großregionen haben es bisher nicht vermocht, dem US-Modell ein vergleichbar geschlossenes Modell entgegen zu setzen. Ein Hauptgrund dafür ist die Fixierung auf die Kritik des US-Modelles und der Verzicht auf die positive Formulierung der eigenen Modellvorstellungen. Der Europäischen Union kommt angesichts ihrer wirtschaftlichen Stärke und ihres politischen Organisationsgrades dabei eine besondere Verantwortung zu. Eine auf den historischen und kulturellen Traditionen basierende Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung würde nicht nur die Entwicklung innerhalb Europas, sondern auch die partnerschaftliche Zusammenarbeit auf globaler Ebene begünstigen.

Einleitung des Herausgebers

Justin Stagl
Dürfen Europäer eurozentrisch sein?

J. Hanns Pichler
Europäische Identitätsfindung aus wirtschaftsethischer Sicht

Wilfried Stadler
Verantwortete Marktwirtschaft: Zur Zukunft des europäischen Wirtschaftsstils in der Globalisierung

Gunther Tichy
Warum braucht Europa eine eigene Wirtschaftsverfassung?

Ewald Nowtny
Die Rolle des öffentlichen Sektors in einer europäischen Wirtschaftsordnung

Fritz Breuss
Konturen einer europäischen Wirtschaftspolitik

Ursula Schneider
Rolle der (Groß) Unternehmen in einem europäischen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell

Manfred Prisching
Zivilgesellschaft in Europa: Große Hoffnungen, beschränkte Aussichten

Günther Chaloupek
Europäische Sozialordnung

Stefan Schleicher
Europäische Umweltordnung

Erich Hödl
Mit Verfassung und Lissabon-Strategie zum Europäischen Wirtschaftsmodell?

Zeitschrift für Politikwissenschaft 1/2006, S. 295-296

Der Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige Universitätsrektor Hödl ist der Meinung, dass Europa eine eigenständige Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung benötigt, die sich vom US-Modell unterscheidet. Dieses Erfordernis wird in insgesamt elf Beiträgen umfassend untersucht und vielseitig belegt - von dem Gesichtspunkt einer europäischen Wirtschaftsverfassung über die Rolle des öffentlichen Sektors, der Zivilgesellschaft bis hin zu einer europäischen Sozial- und Umweltordnung. Eine partielle Übernahme des amerikanischen Modells mit "regional angepassten Maßnahmen und Instrumenten" (8) führe, so der Herausgeber, lediglich zu bescheidenen Erfolgen.

Gefordert wird vielmehr die Schaffung eines gemein-europäischen Modells als Gegenentwurf, das dem amerikanischen auf lange Sicht überlegen sein könnte. Dies versuchen Herausgeber und Autoren gemeinsam zu entwickeln. Die Wissenschaft könne aber lediglich einen theoretisch unterstützenden Beitrag leisten, indem sie den Fokus der Diskussion von einer Kritik des US-Modells auf die "konstruktive Gestaltung" (10) eines europäischen Gegenmodells lenke. Dieser Aufgabe werden die Autoren in ihren Beiträgen gerecht. Der Herausgeber selbst befasst sich mit der Entwicklung eines europäischen Wirtschaftmodells auf der Grundlage des Verfassungsvertragsentwurfs und der Lissabon-Göteborg-Strategien. Die Beiträge sind äußerst abstrakt und theoretisch, daher eignet sich das Buch für einen ersten Einblick in die Materie nur begrenzt.

Wirtschaft und Gesellschaft, Jg. 32 (2006), Heft 1, S. 125-128 ()

"Insgesamt kann festgestellt werden, dass das Buch eine fundierte Basis für eine differenzierte Debatte bildet, in der insbesondere auch die Ambivalenzen und Widersprüchlichkeiten des 'Modells Euroa' in den Blick gebracht werden.

Den Band zeichnet sein breiter Reflexionsrahmen aus: Neben wirtschaftlichen Fragestellungen wird sozialethischen und gesellschaftspolitischen Aspekten ein breiter Stellenwert eingeräumt. Damit werden Fragestellungen ins Zentrum gerückt, die heute nur allzu häufig vernachlässigt werden: die nach sozial-, umwelt- und gesellschaftspolitischer Verantwortung der Nachhaltigkeit. Bildlich gesprochen ist das Buch ein Schwimmen gegen den ökonomistischen Hauptstrom." ...

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.08.2005 ()

"Amerika, du hast es besser? Die österreichischen Autoren der Beiträge in dem Tagungsband sind skeptisch. ... Sämtliche Autoren betonen die Besonderheit des historisch gewachsenen europäischen Modells, das sich vom amerikanischen System durch eine stärkere Betonung der gesellschaftlichenn Solidarität abhebe. ..."


the editor
Prof. Dr. Dr.h.c. Erich Hödl
Erich Hödl 1974-1977 Professor für Politische Wirtschaftslehre an der Universität Kassel; seit 1977 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Bergischen Universität Wuppertal, 1991-1999 Rektor; 2000-2004 Rektor der Technischen Universität Graz. [weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • "Der Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige Universitätsrektor Hödl ist der Meinung, dass Europa eine eigenständige Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung benötigt, die sich vom US-Modell unterscheidet. Dieses Erfordernis wird in insgesamt elf Beiträgen umfassend untersucht und vielseitig belegt" ...
    Zeitschrift für Politikwissenschaft 1/2006, S. 295-296 mehr...
  • "Bildlich gesprochen ist das Buch ein Schwimmen gegen den ökonomistischen Hauptstrom" ...
    Wirtschaft und Gesellschaft, Jg. 32 (2006), Heft 1, S. 125-128 mehr...
  • "Amerika, du hast es besser? Die österreichischen Autoren der Beiträge in dem Tagungsband sind skeptisch." ...
    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.08.2005 mehr...
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