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Thursday, April 25, 2019
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Evolution und Geschichte - die ungeliebten Bräute der Ökonomik
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Evolution und Geschichte - die ungeliebten Bräute der Ökonomik

21 Seiten · 3,38 EUR
(Juni 2006)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Über eine aktuelle Bestandsaufnahme der (Nicht)Beziehung zwischen dem historischen und dem ökonomischen Denken hinausgehend zeigt der Beitrag von Ulrich Witt ein alternatives Forschungsprogramm auf. Für dieses Programm spielt die historische Dimension kontingent rekurrenter, d.h. nicht identisch, aber strukturell wiederkehrender, Entwicklungsmuster ökonomischer Prozesse als theoriefähige Regularitätsphänomene eine wichtige Rolle. Witt stellt in drei Beispielen vor, wie eine Integration des Evolutionsgedankens und geschichtswissenschaftlicher Vorgehensweise in die ökonomische Theoriebildung konkret aussehen kann. Im ersten Beispiel wird dem Leser gezeigt, in welcher Weise der reiche empirische Fundus der business history bei der Analyse möglicher rekurrenter und generalisierbarer Muster in der Entwicklung von (erfolgreichen) Unternehmensorganisationen eine heuristisch wertvolle Basis für die theoretische Analyse bietet. Im zweiten Anwendungsbeispiel demonstriert Witt, dass das Konzept der kritischen Masse kontingent rekurrente Phänomene im Wandel von Institutionen und Technologien aufzuzeigen in der Lage ist. Von grundlegendem Interesse für die ökonomische Wissenschaft ist die Frage nach der möglichen langfristigen Regelhaftigkeit, oder sogar Gerichtetheit, des Wirtschaftsprozesses als Ganzem, aus der der dritte Anwendungsfall des Beitrags hervorgeht. Zwar sprechen einerseits Strukturmerkmale wie menschliche Intention, Lernfähigkeit und Kreativität sowie naturgesetzliche Restriktionen für eine langfristige Gerichtetheit, andererseits stellen historisch kontingente Einflüsse und nicht-antizipierbare Wandlungsprozesse eine solche Regelhaftigkeit immer wieder in Frage. Wie dieses Problem zu entscheiden ist, kann auch der Beitrag von Witt nicht endgültig beantworten. Aber an dieser Frage zeigt sich besonders deutlich die Notwendigkeit einer komplementären Verbindung theoretischen und historischen Denkens.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Institutioneller Wandel, Marktprozesse und dynamische Wirtschaftspolitik
Marco Lehmann-Waffenschmidt, Alexander Ebner und Dirk Fornahl (Hg.):
Institutioneller Wandel, Marktprozesse und dynamische Wirtschaftspolitik
the author
Prof. Dr. Ulrich Witt
Ulrich Witt

geb. 1946, Leitung der Abteilung Evolutionsökonomik im Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte, Jena und Honorarprofessor an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

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