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Experimentelle Ökonomik: Was folgt für die Theorie der Institutionen?
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Experimentelle Ökonomik: Was folgt für die Theorie der Institutionen?

29 Seiten · 3,87 EUR
(26. August 2006)

 
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Aus der Einleitung:

Die experimentelle Wirtschaftsforschung nahm in den 1980er und 1990er Jahren einen Aufsehen erregenden Aufschwung. Von einer wenig beachteten Randdisziplin fand sie den Weg in den Mainstream der Ökonomik. Im Folgenden werden vorrangig Laborexperimente berücksichtigt, die im Vordergrund des großen Popularitätszuwachses der letzten Jahre stehen. Die ökonomische Institutionenanalyse ist nur eines von vielen Feldern, die durch die neueren Entwicklungen beeinflusst werden.

Die Neue Institutionenökonomik (NIÖ) setzt sich aus Unterprogrammen mit unterschiedlichen Untersuchungsobjekten und einer verwandten Vorgehensweise zusammen. Zu den wichtigsten Feldern der NIÖ zählen Ansätze, die sich mit den Institutionen innerhalb von Märkten befassen (Prinzipal-Agent-Theorie, Transaktionskostentheorie) und die Richtung, die sich mit Institutionen im öffentlichen Sektor beschäftigt (Neue Politische Ökonomik, Verfassungsökonomik, ökonomische Analyse des Rechts, Neue Wirtschaftsgeschichte). Aus diesem großen Gebiet wird vorrangig die ökonomische Analyse der Institutionen im Markt berücksichtigt.

Beide Forschungsrichtungen wurzeln im Bereich der Industrieökonomik. Diese unterlag ihrerseits in den 1980er Jahren einer wesentlichen Neuformulierung. Insbesondere der Einzug spieltheoretischer Analysemethoden verbindet alle drei Bereiche und unterstützt den Einsatz experimenteller Methoden. Die Verbindungen sind jedoch weitaus vielschichtiger: Auf der einen Seite steht eine Methode, Experimente, die u.a. auch in der Institutionenökonomik angewendet werden kann. Auf der anderen Seite steht ein Forschungsprogramm (NIÖ), das vorrangig durch seinen Gegenstandsbereich abgegrenzt werden kann, wenngleich gewisse methodische Besonderheiten nicht unbedeutend sind. Welche Bedeutung hat nun die „neue“ Methode für das erfolgreiche Forschungsprogramm? Diese Frage lässt sich m.E. nicht mit ein oder zwei pointierten Thesen beantworten. Statt dessen ergibt sich eine vergleichsweise große Anzahl unterschiedlicher Aspekte, die zu Themenkomplexen zusammengefasst behandelt werden.

Im Folgenden wird untersucht, inwieweit sich die experimentelle Ökonomik auf die methodischen Besonderheiten der NIÖ auswirkt (2.). Dann werden einige der wichtigsten inhaltlichen Erkenntnisse aufgearbeitet, die mittels der experimentellen Forschung gewonnen wurden (3.). Wie jede andere wissenschaftliche Methode weist auch die Durchführung ökonomischer Laborexperimente Probleme auf, die ihre Aussagekraft beeinträchtigen. Einige dieser Schwächen und ihre Auswirkungen im Hinblick auf die ökonomische Theorie der Institutionen werden diskutiert (4.). Aus der Vielzahl sich abzeichnender offener Forschungsfragen werden einige herausgegriffen, die als besonders wichtig erachtet werden (5.). Durch den Beitrag zieht sich die Frage, ob Institutionen die große Bedeutung haben, die Institutionenökonomen ihnen zumessen. Eine Einschätzung zu dieser Frage und einige Ausblicksüberlegungen beschließen den Beitrag.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Experimente in der Ökonomik
Martin Held, Gisela Kubon-Gilke, Richard Sturn (Hg.):
Experimente in der Ökonomik
the author
Prof. Dr. Mathias Erlei
Mathias Erlei

geb. 1963, Institut für Wirtschaftswissenschaft, Abteilung für Volkswirtschaftslehre an der Technischen Universität Clausthal. Arbeitsschwerpunkte: Neue Institutionenökonomik, Wettbewerbstheorie und -politik, experimentelle Wirtschaftsforschung.

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