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Sunday, February 24, 2019
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Feministische Radikalkritik? - Das existenzialistische Programm von Simone de Beauvoir und die Interpretationen von Andrea Trumann
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Feministische Radikalkritik? - Das existenzialistische Programm von Simone de Beauvoir und die Interpretationen von Andrea Trumann

25 Seiten · 3,84 EUR
(September 2007)

 
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Aus der Einleitung:

Innerhalb der Ringvorlesung war ähnlich wie zu anderen Themen die Idee, eine/einen Referentin/Referenten zu gewinnen, der nicht nur einen spezifischen geschichtlichen Abriss unkommentiert präsentiert, sondern auch kritisch reflektiert, in diesem Fall die Entwicklung von Feminismus und feministischer Theorie. Dazu wurde Andrea Trumann, Autorin des 2002 erschienenen Buches ?Feministische Theorie ? Weibliche Subjektbildung im Spätkapitalismus?, eingeladen. Denn wie schon in der Einleitung ihres Buches oder in Rezensionen formuliert, sollte es um eine kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Grundpositionen gehen. Die Kritik bei Andrea Trumann war fundamental, denn nach ihrer Meinung war:

?? die Frauenbewegung trotz ihres kritischen Potentials nicht mal in ihrer Theoriebildung ein Ort von Emanzipation und Befreiung ??

Auch ihre Kritik an der feministischen Bewegung geht sehr weit: Innerhalb der bestehenden Gesellschaft haben sich die Frauen mit ihrem Wunsch nach Selbstbestimmung für die staatliche Bevölkerungspolitik nicht nur nutzen lassen, sondern diese auch aktiv optimiert:

?Die Frauenbewegung, so meine These, hat demgegenüber viel dazu beigetragen, dass die bevölkerungspolitischen Ziele des Staates heute nicht mehr repressiv durchgesetzt werden müssen, weil die Frauen selbst sich diese zu Eigen gemacht haben ? (Sie) affirmierte die gesellschaftlichen Verhältnisse, die sie ? vermittelt durch den Druck der Anpassung an die herrschende Ordnung ? oft genug sogar zu optimieren half.? (Trumann 2002, 12-13)

Diese kritische Position machte neugierig und die Erwartungen waren hoch. Umso größer war nach dem Beitrag eine allgemeine Enttäuschung. Dies lag nicht nur an didaktischen Unzulänglichkeiten (dem wörtlich gelesenen Vortrag konnte man nur schwer folgen), sondern es blieb auch ein inhaltlich sehr unbefriedigender Eindruck, der ? in einer Auswertung mit den Studenten ? im Kern auf zwei Ursachen zurückgeführt wurde:

Erstens überraschte Andrea Trumann mit sehr einseitigen Interpretationen zu Simone de Beauvoir. Zweitens entstand nach dem Vortrag eine gewisse Frustration und Unzufriedenheit, welche ? so ebenfalls das Resümee ? in unmittelbarem Zusammenhang mit den Interpretationen seitens Andrea Trumann?s zu Simone de Beauvoir stand.

Nach diesem Fazit wurde daher von den Organisatorinnen der Ringvorlesung beschlossen, dass der Beitrag von Andrea Trumann in diesem Tagungsband nicht einfach unkommentiert stehen gelassen werden sollte und so entstand der nachstehende Beitrag. Dieser gliedert sich in zwei Abschnitte: Der erste Abschnitt bezieht sich explizit auf die Ausführungen von Andrea Trumann. Hier werden ihren Interpretationen Originalpassagen aus ?Das andere Geschlecht? von Simone de Beauvoir gegenübergestellt und gezeigt, welche einseitigen Fehlauslegungen vorliegen. In einem zweiten Abschnitt wird nach den Ursachen dieser Fehlauslegungen gefragt. Hier wird die Denkkonstruktion, welche der Kritik von Andrea Trumann zugrunde liegt, analysiert. Der dort zu findende Fatalismus ? so hier die These ? war wohl auch die Ursache für die eingangs schon erwähnte gewisse Frustration und Unzufriedenheit seitens der Studenten.

Insgesamt soll dieser Beitrag nicht nur zur Debatte um den Stand und Inhalt feministischer Theorien beitragen, sondern auch einen methodischen Anspruch verfolgen. Denn ein Fazit der nachstehenden Analyse mündet in die alte und immer wieder aktuelle Aufforderung, die da lautet: Lest die Originale!


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Ökolandbau – mehr als eine Verfahrenslehre ?
Katrin Hirte, Katharina David, Julia Carolin Hesshaus, Charlotte Hohls, Janina Schütte (Hg.):
Ökolandbau – mehr als eine Verfahrenslehre ?
the author
Dr. Katrin Hirte
Katrin Hirte

ICAE - Institut for comprehensive Analysis of the Economy, Universität Linz.

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