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Fiscal Policies in the Eurosystem
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Fiscal Policies in the Eurosystem

25 Seiten · 3,67 EUR
(22. November 2006)

 
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Aus der Einleitung des Herausgebers:

Philip Arestis und Malcolm Sawyer beschreiben zunächst die Politikkomponenten des ‚neuen Monetarismus‘, der bei der Gestaltung der Makropolitik in der EU Pate stand: (1) Da Politiker im Wahlprozess stärker auf die Rationalitäten der kurzen denn der langen Frist setzen, müssen sie durch bindende Politikregeln und unabhängige Institutionen gebändigt werden. (2) Inflation ist ein ausschließlich monetäres Phänomen, die durch eine unabhängige Notenbank in Form eines ‚free lunch‘ – also ohne Kosten für das Wachstum einer Volkswirtschaft – kontrolliert werden kann. (3) Gleichgewichtige Arbeitslosigkeit wird durch die Marktstrukturen angebotsseitig begründet und (4) Finanzpolitik wird als ineffektiv in Bezug auf die Beeinflussung realer ökonomischer Variablen angenommen, weshalb sie sich dem monetären Ziel der Preisstabilität unterzuordnen hat. Sowohl der Stabilitäts- und Wachstumspakt zur Verhinderung eines ‚übermäßigen öffentlichen Defizits‘ als auch die Statuten der Europäischen Zentralbank sind in einer Weise formuliert, die den Prinzipien dieses ‚neuen Monetarismus‘ entsprechen. Wenn aber die unterstellte ‚klassische Dichotomie‘ und ‚Neutralität des Geldes‘ und ‚Ineffektivität der (Finanz-)Politik‘ nicht hält, können die institutionellen Arrangements schnell zu unerwünschten realwirtschaftlichen Konsequenzen führen: Die Geldpolitik, die ja einheitlich für die gesamte Eurozone gestaltet wird, nimmt keine Rücksicht auf spezifisch regionale Auswirkungen und unterbindet Wachstumschancen als Opfer für Preisstabilität. Die Finanzpolitik muss einen überzyklisch ausgeglichenen Haushalt anstreben und selbst die automatischen Stabilisatoren können in ihrem Wirkungsgrad eingeschränkt sein. Vor allem aber gibt es keine effektive Abstimmung zwischen der supranationalen Geld- und der nationalen (dezentralisierten) Finanzpolitik. Alternativ schlagen die Autoren die Schaffung oder den Ausbau EU-weiter Institutionen vor, die es ermöglichen sollen, eine expansive, beschäftigungsfördernde Makropolitik in der Eurozone zu etablieren: (1) ein europäisches Kollektivvertragssystem, (2) den Ausbau der Europäischen Investitionsbank und (3) die statutorische Reformulierung der EZB.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the authors
Prof. Dr. Philip Arestis
Philip Arestis

Professor of Economics, University of Cambridge, Großbritannien, und am Levy Economics Institute of Bard College, Annandale-on-Hudson, New York, USA.

[weitere Titel]
Prof. Dr. Malcolm Sawyer
Malcolm Sawyer

em. Professor of Economics an der University of Leeds, Großbritannien.

[weitere Titel]