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Forschung mit und für die Praxis - Reflexion der transdisziplinären Arbeitsweise im Projekt
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Forschung mit und für die Praxis - Reflexion der transdisziplinären Arbeitsweise im Projekt

19 Seiten · 4,72 EUR
(05. September 2007)

 
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Aus der Einleitung:

Das Forschungsprojekt ?Regionaler Wohlstand neu betrachtet? befasste sich mit den Herausforderungen, die mit einer nachhaltigen Gestaltung des Agrar- und Ernährungsbereiches verbunden sind. Es ging uns darum, die Vielfalt gesellschaftlicher Leistungen, die durch Unternehmen der ökologischen Lebensmittelwirtschaft erbracht werden, aufzuspüren, zu erfassen und zu belegen. Mit den Ergebnissen sollten in Gesellschaft, Politik und in der ökologischen Lebensmittelwirtschaft Diskussionen darüber, wie nachhaltiges Wirtschaften aussehen kann, angestoßen und vertieft werden. Schließlich wollten wir herausarbeiten, wie nachhaltiges Wirtschaften und Beiträge zum zukunftsfähigen Wohlstand unterstützt werden können.

Diese Aufgabenstellung verweist darauf, dass das Forschungsvorhaben erstens einen engen Bezug zur Lebenswelt hat, nämlich die Art und Weise, wie (ökologische) Lebensmittel erzeugt und vermarktet werden, und zweitens an das Konzept nachhaltiger Entwicklung anknüpft. Um diesem doppelten Ausgangspunkt gerecht werden zu können, ist es zum einen notwendig, Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen zu integrieren und das Wissen der Akteure im Handlungsfeld und die Sichtweisen der Betroffenen einzubeziehen. Denn ein Untersuchungsgegenstand aus der Lebenswelt zeichnet sich durch Unsicherheiten und eine Vielfalt legitimer Sichtweisen auf die Probleme aus; er ist komplex. Funtowicz und Ravetz fordern dafür eine ?post-normal science?, die neben wissenschaftlicher Solidität dadurch charakterisiert ist, dass sie problemorientiert arbeitet und zur Lösung gesellschaftlicher Prozesse und der entsprechenden Gestaltung sozialer Prozesse beiträgt In diesem Sinne haben wir uns für einen transdisziplinären Forschungsansatz entschieden, der nach Mittelstrass dadurch definiert ist, dass er sich aus seinen fachlichen bzw. disziplinären Grenzen löst, um die Probleme mit Blick auf außerwissenschaftliche Entwicklungen disziplinenunabhängig zu definieren und zu lösen. Die integrative Problembeschreibung, die Problemzerlegung in disziplinär bearbeitbare Fragestellungen, die Zusammenführung der Ergebnisse und die Rückübersetzung wissenschaftlicher Ergebnisse in Lösungen, die außerwissenschaftlich greifen, ist ein anspruchsvolles Vorhaben. Besonders charakteristisch für diesen Forschungstypus ist der Einbezug von Akteuren aus der Praxis, damit von den erarbeiteten Denkanstößen und Gestaltungsvorschlägen wirksame Impulse für eine gesellschaftliche Debatte über Wohlstand und Lebensqualität ausgehen können. Rein theoretische Überlegungen laufen Gefahr, keinen Widerhall in der Lebenswelt zu finden.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Zukunftsfähiger Wohlstand
Martina Schäfer (Hg.):
Zukunftsfähiger Wohlstand
the authors
Prof. Dr. Martina Schäfer
Martina Schäfer

Juniorprofessorin am Institut für Soziologie der Technischen Universität Berlin; Leiterin der Nachwuchsgruppe „Regionaler Wohlstand neu betrachtet“ am Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) der TU Berlin.

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Dr. Benjamin Nölting
Benjamin Nölting

wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZTG der TU Berlin. Arbeitsschwerpunkte: Nachhaltigkeitsforschung, Regionalentwicklung, Agrar- und Umweltpolitik, Ostdeutschlandforschung und Institutionenanalyse.

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Tina Boeckmann
Tina Boeckmann

Dipl.-Ing. Agrarwissenschaften, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZTG der TU Berlin, promoviert an der Gesamthochschule Kassel bei Prof. Dr. D. Ipsen zu Lernprozessen, die von landwirtschaftlichen Bio-Betrieben ausgehen. Arbeitsschwerpunkte: Nachhaltige Regionalentwicklung, nachhaltige Landwirtschaft, informelles Lernen.

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