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Thursday, April 25, 2019
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Für eine Soziologie des Anthropozäns
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Für eine Soziologie des Anthropozäns

28 Seiten · 4,97 EUR
(Juni 2016)

 
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Aus der Einleitung:

Das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft zählt zweifellos zu den zentralen Themen der Gegenwartssoziologie. Einige Autoren sehen darin sogar das Kardinalproblem der Soziologie schlechthin. "Gesellschaft" tritt dem einzelnen Menschen heute üblicherweise als Verhaltenszumutung entgegen, besonders deutlich in den Regulativen des Staates. Nur allzu gern wird dabei vernachlässigt, dass der Staat die Einhaltung der Regeln und Normen gewährleistet, die sich eine Gesellschaft gibt und nach denen sie funktioniert, Regeln und Normen, die es dem Einzelnen erlauben, seinen Lebensbedürfnissen in Ruhe und Frieden nachzugehen.

Im Staat drückt sich der kodifizierte Wille einer Gesellschaft aus, als Handlungssubjekt gestaltend tätig zu werden. Das war nicht immer so. Mit der Umschichtung der Sozialstruktur, ein Resultat der bürgerlichen Revolutionen, beginnt im Verlauf des 18. Jahrhunderts eine Neuordnung des Verhältnisses von Staat und Gesellschaft, im Rahmen derer "Staat" und "Gesellschaft" als eigenständige Sozialformen ausdifferenziert und getrennt wahrgenommen werden. Es ist dies zugleich die Geburtsstunde soziologischen Denkens, für das Auguste Comte erstmals den entsprechenden Begriff formulierte. In soziologischer Betrachtung stellt der Staat – und gemeint ist immer der Nationalstaat europäischer Prägung – eine neuzeitliche Entwicklungsstufe in der Entfaltung der menschlichen Gesellschaft dar. Dass es den Staat in dieser Bedeutung nicht immer schon gab und in Zukunft auch nicht notwendiger Weise noch geben wird müssen, verweist darauf, dass dieser eigentümliche Gegenstand soziologischen Denkens, was oft übersehen wird, nicht nur raum-, sondern auch zeitgebunden, also geschichtlich und vom jeweiligen Weltbild der Menschen abhängig ist.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Schöpfer der zweiten Natur
Arno Bammé (Hg.):
Schöpfer der zweiten Natur
the author
Prof. Dr. Arno Bammé
Arno Bammé

Jahrgang 1944, Ordentlicher Universitätsprofessor an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (Kärnten), Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung, Direktor des Institute for Advanced Studies on Science, Technology and Society in Graz, Leiter der Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle an der AAU, Fachvorstand der Sektion "Abendländische Epistemologie" beim Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen und Maßnahmen der hohen Hand in Berlin, bis zu seiner Emeritierung Vorstand des Instituts für Technik- und Wissenschaftsforschung an der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung der AAU.

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