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Friday, April 26, 2019
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Geburt, Tod und Auferstehung der Linearperspektive
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Geburt, Tod und Auferstehung der Linearperspektive

54 Seiten · 9,97 EUR
(Mai 2014)

 
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Aus der Einleitung:

Von den vielen Forschungsfeldern, auf denen Michael Hutter bisher gearbeitet hat, liegt ihm eins, so glaube ich, besonders am Herzen, und zwar die Wechselwirkung von Kunst und Ökonomie. Man denke nur an seine jüngste Aufsatzsammlung „Wertwechselstrom“ (Hutter 2010) oder an Artikel wie "Structural Coupling between Social Systems" (Hutter 2001) und "Visual Credit" (Hutter 2007). Diese Aufsätze sind weit mehr als wissenschaftliche Texte. Sie sind mit Herzblut geschrieben. In einem noch laufenden Projekt untersucht Michael Hutter an Hand historischer Fallstudien unterschiedliche Varianten der Ko-evolution zwischen Wirtschaft und Kunst (Hutter 2012). Dabei werden in der bislang umfangreichsten "Studie 1" die "Auswirkungen der zentralperspektivischen Raumdarstellung auf Produktion und Nachfrage in der europäischen Wirtschaft vor 1700"(Hutter 2012) analysiert. Auf den ersten Blick scheint es, dass die zentralperspektivische Raumdarstellung völlig überforscht ist. Es gibt nicht nur weit über 15.000 Quellen zu dieser Thematik, sondern auch ein sehr breites Spektrum von Untersuchungsperspektiven, das von philosophischen (Boehm 1969), semiotischen (Shegin 1982) und mathematischen (Brownson 1981; Knorr 1991) über systemtheoretische (Krauss 2012), kunsthistorische (Panowsky 1980) und kunstwissenschaftliche (Dubois 2010) bis hin zu diskursanalytischen (Damisch 2010), wissenschaftsgeschichtlichen (Schmeiser 2002) und künstlerisch-selbstreflexiven (Talbot 2006) Arbeiten reicht. Doch der erste Eindruck täuscht. Das Feld ist nicht über-, sondern eher unterforscht. Zum einen sind grundlegende Probleme der Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der zentralperspektivischen Raumdarstellung nach wie vor ungeklärt. Zum anderen gibt es erstaunliche Forschungslücken auf dem Gebiet der Zentral- und der Linearperspektive. Ich möchte im Folgenden zunächst stichpunktartig einige jener ungeklärten Probleme skizzieren, die entstehungs- und wirkungsgeschichtlichen Mythenbildungen Vorschub leisten, die sich um die Geburt der Zentralperspektive ranken (Abschnitt 1), um dann etwas ausführlicher auf den Tod (Abschnitt 2) und die plötzliche Auferstehung (Abschnitt 3) der Linearperspektive einzugehen. Abschließend werde ich dann einige Beziehungen zwischen diesen drei Abschnitten herausarbeiten (Abschnitt 4).


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Ökonomie der Werte
Dirk Baecker, Birger P. Priddat (Hg.):
Ökonomie der Werte
the author
Lutz Marz

Gast der Abteilung „Kulturelle Quellen von Neuheit“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung.