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Geldpolitik und Lohnverhandlungssysteme in der EWU
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Geldpolitik und Lohnverhandlungssysteme in der EWU

32 Seiten · 4,28 EUR
(22. November 2006)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Eckhard Hein widmet sich dem Zusammenspiel von diversen Kollektivvertragssystemen und unterschiedlichen Zentralbankverfassungen in Bezug auf deren gesamtwirtschaftlichen Effekte, um daraus Prognosen für den Interaktionsraum der EZB abzuleiten. Eine Möglichkeit, die Interdependenz von Tarif- und Geldpolitik modelltheoretisch einzufangen, bietet der NAIRU-Ansatz, der einen Verteilungskonflikt abbildet und zumindest eine inflationsstabile Beschäftigungsgrenze zu bescheiben in der Lage ist. Diese Beschäftigungsgrenze liegt dort, wo sich die Ansprüche von Kapital und Arbeit an das Sozialprodukt ‚im Gleichgewicht‘ befinden und wird wesentlich von den Gütermarktbegebenheiten (mark up), der institutionellen Ausgestaltung des Tarifvertragssystems und der Glaubwürdigkeit der Geldpolitik mit Blick auf die Durchsetzung der Preisstabilität bestimmt. Ein hohes Maß an Koordinationsfähigkeit der Tarifvertragsparteien reduziert dabei die Konfliktbereitschaft, einer höherer Unabhängigkeitsgrad der Notenbank erhöht die Glaubwürdigkeit der Geldpolitik – beides zusammen erweitert die inflationsstabile Beschäftigungsgrenze. Vor allem aber lässt sich in Ökonomien mit hochkoordinierten Kollektivvertragssystemen eine Nicht-Eindeutigkeit der NAIRU herausarbeiten, die Handlungsspielräume für die Geldpolitik eröffnen: die NAIRU beschreibt dann nicht länger eine scharfe Beschäftigungsgrenze, sondern vielmehr einen Beschäftigungskorridor, den die Notenbank expansiver oder restriktiver auslegen kann. Durch Koordination von Geld- und Tarifpolitik könnte eine expansive, wachstums- und beschäftigungsfördernde Nutzung dieses Spielraumes angestrebt werden. Diese Analyse ist von besonderer Bedeutung, wenn die Interaktionsräume in der Europäischen Währungsunion (EWU) betrachtet werden. Hier steht eine supranationale EZB fragmentierten Kollektivvertragssystemen gegenüber, die weder EU-weit koordiniert sind, noch über vergleichbare oder anschlussfähige nationale Tarifsysteme verfügen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Prof. Dr. Eckhard Hein
Eckhard Hein

geb. 1963, ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR), Co-Direktor des Institute for International Political Economy Berlin (IPE) und Research Associate am Levy Economics Institute of Bard College, Annandale-on-Hudson, New York, und am Centre d’Économie de l’Université Paris-Nord (CEPN).

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