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Geldtheorie im interdisziplinären Kontext
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Geldtheorie im interdisziplinären Kontext

Rückblick und Ausblick

47 Seiten · 7,01 EUR
(20. Juni 2017)

 
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Aus der Einleitung:

Man ist gewohnt, die im vorliegenden Band sichtbar werdende Darstellungsform "interdisziplinär" zu nennen. Doch das hier dokumentierte Symposium war nicht einfach eine weitere interdisziplinäre Debatte allgemein über das "Geld". Die Themenstellung, für die die Herausgeber verantwortlich zeichnen, sollte von vorneherein eine besondere Blickrichtung auf das Geld eröffnen und anregen. Geld als Denkform zu deuten, enthält bereits eine implizite These, der sich die Teilnehmer des Symposiums – bei allen unterschiedlichen Blickweisen – gemeinsam verpflichtet sahen: Man begnügt sich nicht damit, bei der vermeintlich für den Gegenstand "Geld" zuständigen Wissenschaft, der Ökonomik, gelehrte und belehrende Auskunft zu suchen. Vielmehr wurde immer wieder daran erinnert, dass für das Geld als Forschungsgegenstand auch Soziologie und Philosophie relevant sind – nicht minder als Sprachwissenschaft, Biologie und Neurowissenschaften, aber auch Themen, die traditionell in der Altphilologie eher ein Mauerblümchendasein führen. Zudem wurde vielfach das Geld nicht einfach als ein ontologisch zu bestimmendes Sein der Gesellschaft gedeutet. Vielmehr wurde gezeigt, dass das, was heute im modernen Kapitalismus allgegenwärtig ist, nicht nur ein Entstehen kennt, sondern dass sich auch Perspektiven über das Geld als soziale Form hinaus formulieren lassen, die den übermächtigen Einfluss der Geldlogik auf die Gesellschaft einschränken, vielleicht sogar überwinden können. Hier wurden von den Teilnehmern des Symposiums immer wieder explizit normative Perspektiven eröffnet – auch dies in Kontrast zur Mainstream-Ökonomik, die sich als vermeintlich "wertfreie" Wissenschaft versteht und normative Fragen in eine nur ergänzende "Wirtschaftsethik" verweist.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Geld! Welches Geld?
Karl-Heinz Brodbeck, Silja Graupe (Hg.):
Geld! Welches Geld?
the author
Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck
Karl-Heinz Brodbeck

em. Professor für Volkswirtschaftslehre, Statistik und Kreativitätstechnik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften, Würzburg, und an der Hochschule für Politik, München, seit 2016 Lehrbeauftragter an der Cusanus-Universität Bernkastel-Kues. Forschungsgebiete: Wirtschaftsphilosophie, Geldtheorie, Wirtschaftsethik, Kreativitätsforschung, buddhistische Philosophie.

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