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Wednesday, June 19, 2019
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Geldtheorie und monetäre Werttheorie von Marx im Unterschied zu Keynes
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Geldtheorie und monetäre Werttheorie von Marx im Unterschied zu Keynes

28 Seiten · 4,87 EUR
(Februar 2019)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Michael Wendl untersucht die Unterschiede zwischen der Geldtheorie und der monetären Werttheorie von Marx einerseits und der monetären Theorie von Keynes andererseits. Diese Aufgabe wird dadurch erschwert, dass wichtige Arbeiten zu diesem Thema auf eine laut Wendl grundlegend veränderte Interpretation zentraler Elemente der Marxschen Kritik an der politischen Ökonomie aufbauen (Abschnitt 1). Diese "neue Marx-Lektüre" wird in Abschnitt 2 mit ihren drei Schwerpunkten vorgestellt: Die erste gilt der Frage, ob Marx im "Kapital" die historische Entwicklung des Kapitalismus im 19. Jahrhundert analysiert hat oder ein davon abstrahierendes theoretisches Konstrukt. Der zweite Schwerpunkt befasst sich mit dem "mystifizierten" Bewusstsein der handelnden Akteure und der dritte mit der "monetären Werttheorie".

Wendl konzentriert sich in seinem Beitrag auf den dritten Schwerpunkt. Ausgangspunkt der Überlegungen des Autors zur "monetären Werttheorie" im Abschnitt 3 ist die Frage, ob der (Arbeits-) Wert der Waren bereits vor dem Austauschprozess in diesen Waren enthalten ist oder nicht. Falls ja, wäre das Geld nur ein "Schmiermittel" der Warenzirkulation. Gegen diese Analyse wendet sich Wendl und stützt sich auf Äußerungen von Marx, wonach die Produkte erst gekauft werden müssen, um Warencharakter zu erlangen. Finden sie keinen Käufer, so haben sie keinen Gebrauchswert und auch keinen Wert. Der Wert der Ware ist daher an zwei Voraussetzungen gebunden: Produktion im Arbeitsprozess und Nachfrage im Prozess der Warenzirkulation.

Dieser Ansatz der monetären Werttheorie hat zwei wesentliche Konsequenzen: Erstens spielt die Nachfrage bereits im Prozess der Wertbildung eine Rolle (wodurch eine Brücke zu Keynes geschlagen wird) und zweitens hat er Konsequenzen für die Geldtheorie und für die Beurteilung der Geldpolitik. Beide Aspekte der monetären Werttheorie behandelt Wendl ausführlich in den Abschnitten 4 und 5 seines Beitrags; wobei er auf die konkurrierenden marxistischen Interpretationen hinweist. Den Gemeinsamkeiten mit und den Unterschieden zur Geldtheorie von Keynes ist der Abschnitt 6 gewidmet. Den Abschluss bilden die Abschnitte 7 und 8, in denen Wendl zum einen noch einmal die "Grenzen der Marx-Orthodoxie" aufzeigt sowie die "Zeitgebundenheit der Marxschen Geldtheorie", die Wendl als in sich widersprüchlich und unentwickelt“ beurteilt.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Arbeit und Beschäftigung – Keynes und Marx
Harald Hagemann, Jürgen Kromphardt, Bedia Sahin (Hg.):
Arbeit und Beschäftigung – Keynes und Marx
the author
Michael Wendl
Michael Wendl

Soziologe, hat von 1980 bis 2016 für die Gewerkschaften ÖTV und ver.di gearbeitet und für diese Tarifverhandlungen geführt. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Tarifpolitik und Geldpolitik. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift ‚Sozialismus‘.

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