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Sonntag, 24. Juni 2018
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Gemeinwirtschaft im Wandel der Zeiten
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Gemeinwirtschaft im Wandel der Zeiten

18 Seiten · 2,91 EUR
(November 2015)

 
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Aus der Einleitung:

Schon der Bedeutungsgehalt des Begriffs „Gemeinwirtschaft“ ist umstritten bzw. wandelte sich in seiner Verwendung durch verschiedene gesellschaftliche Gruppen und über die Zeit hinweg. Ungeachtet der sicherlich existierenden Schnittmenge wird insbesondere die simple Gleichsetzung von „Gemeinwirtschaft“ mit „Non-Profit“-Orientierung nicht erst in jüngster Zeit von namhaften Autoren entschieden abgelehnt (Thiemeyer 1972, 129-141). Schulz verbindet drei inhaltliche Bedeutungen mit dem Begriff „Gemeinwirtschaft“ (Schulz 2007, 26):

Der „monistische Ansatz“ steht für eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung und setzt die Gemeinwirtschaft mit Planwirtschaft oder einem System kooperierender Genossenschaften gleich. Schon mit der Anerkennung des marktwirtschaftlichen Systems durch die SPD, spätestens aber mit dem Zusammenbruch der real-sozialistischen Systeme wurde dieses Verständnis bis zur Bedeutungslosigkeit zurückgedrängt.

Thiemeyer bewegt sich vor allem. in einem „dualistischen Ansatz“, wonach auch in einer privatwirtschaftlich-marktwirtschaftlich organisierten Ordnung ein nicht erwerbswirtschaftlich orientierter Bereich existieren kann (Thiemeyer 1962, 21-29). Der „dualistische Ansatz“ sieht in der Gemeinwirtschaft einen Sektor staatswirtschaftlicher, gewerkschaftlich getragener oder genossenschaftlicher Betriebe, die den erwerbswirtschaftlichen Bereich ergänzt und dessen negative Folgen eindämmt. So präferiert Thiemeyer einen einzelwirtschaftlichen Bezugsrahmen, wonach ein Betrieb nicht im privatwirtschaftlichen, sondern im „öffentlichen“ Interesse tätig wird.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Lebenslagen – Beiträge zur Gesellschaftspolitk
Hajo Romahn, Dieter Rehfeld (Hg.):
Lebenslagen – Beiträge zur Gesellschaftspolitk
Der Autor
Prof. Dr. habil. Dirk Löhr
Dirk Löhr

Nach dem Studium (Ruhr Universität Bochum) arbeitete Löhr unter anderem als wissenschaftlicher Assistent und Mitarbeiter in einer Steuerberatungsgesellschaft und als Hauptabteilungsleiter für die Deutsche Bahn AG. Seit 1997 ist Löhr als Professor für Steuerlehre und Ökologische Ökonomik an der Fachhochschule Trier tätig, seit 2001 als Steuerberater in einer Heidelberger Kanzlei. Ab 2009 führte Löhr als Consultant der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit / Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit einige Einsätze zur "Sicherung der Landrechte" in Kambodscha durch.

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