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Gendermodell der Halbtagsgesellschaft
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Gendermodell der Halbtagsgesellschaft

30 Seiten · 4,58 EUR
(April 2013)

 
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Aus der Einleitung:

In Heft 3/2005 der Zeitschrift GAIA wurde das Konzept einer Halbtagsgesellschaft vorgestellt, eine lebhafte Diskussion über das Gesellschaftsmodell schloss sich an. Peter Hennicke schrieb in dem Editorial zu dem erwähnten Heft von GAIA: "Mit der Halbtagsgesellschaft liegt die intellektuelle Provokation auf dem Tisch, die notwendig ist, um die mentalen Verkrustungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aufzubrechen".

Das Modell Halbtagsgesellschaft soll nicht nur dazu beitragen, Lösungswege für die Überwindung der gegenwärtigen wirtschaftlichen und ökologischen Probleme aufzuzeigen, sondern zugleich Chancen für eine auch sozial nachhaltige Gesellschaft eröffnen. Mit dem Konzept der Halbtagsgesellschaft werden gleiche Teilhabe der Geschlechter an allen Aktivitätsbereichen, Chancen für alle Erwerbsfähigen, am Erwerbsleben teil zu nehmen, und Gleichrangigkeit von bezahlter und unbezahlter Arbeit angestrebt. Als konkrete Maßnahmen sind insbesondere eine erhebliche Senkung der Erwerbsarbeitszeiten (vor allem bei Männern), wesentlich verbesserte Chancen für Frauen auf dem Arbeitsmarkt und verstärktes Engagement der Männer in Familie, Haushalt und Ehrenamt vorgesehen. Letztlich sollen neue Formen einer Work-Life-Balance für alle Bevölkerungsmitglieder entwickelt werden,die beiden Geschlechtern eine gleichberechtigte Teilhabe an allen Lebensbereichen ermöglichen.

Diese Kurzbeschreibung des Gesellschaftsmodells zeigt bereits, welcheüberragende Bedeutung den Geschlechterverhältnisse bei der Entwicklung der Konzeption zukommen. In diesem Beitrag wird ein Modell vorgestellt, mit dem ein erster Schritt hin zu makroökonomischen Analysen von Genderfragen unternommen wird, der in der herkömmlichen ökonomischen Theorie bislang nicht gemacht wurde. Mit Hilfe von sozio-ökonomischen Input- Output-Tabellen in Zeit-, Wert- und physischen Größen war es möglich, erste – natürlich noch sehr grobe – Abschätzungen der Auswirkungen einer grundlegend geänderten Arbeitsteilung der Geschlechter im Hinblick auf die soziale, ökonomische und ökologische Dimension der Nachhaltigkeit zu liefern.

Im folgenden Abschnitt dieses Beitrages wird erläutert, welche Rolle Genderaspekte im Modell Halbtagsgesellschaft spielen. Der anschließende Abschnitt stellt einige Berechnungsergebnisse vor. Im Schlussabschnitt wird kurz auf weiteren Diskussionsbedarf eingegangen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Wirtschaft – Gesellschaft – Natur
Djordje Pinter, Uwe Schubert (Hg.):
Wirtschaft – Gesellschaft – Natur
the author
Prof. Dr. Carsten Stahmer
Carsten Stahmer

seit 1973 im Statistischen Bundesamt. Spezialgebiete: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Input - Output - Rechnung, Umweltökonomische Gesamtrechnungen. 1989 bis 1992 Entwurf des System for Integrated Environmental and Economic Accounting für die Vereinten Nationen, seit 1997 Honorarprofessor.

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