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Sunday, May 19, 2019
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Geschichte des ökonomischen Denkens

Eine kurze Einführung

Aus dem Italienischen übersetzt von Salvatore Falcone und Peter Kalmbach

118 Seiten ·  14,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-707-0 (Oktober 2008 )

 
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Die Beschäftigung mit der Geschichte des ökonomischen Denkens war lange ein zentraler Baustein in der akademischen Ausbildung von Wirtschaftswissenschaftlern. Das hat sich geändert: Oft schließen Studierende ihr Studium ab, ohne etwas über die Geschichte ihres Fachs gehört zu haben. Die knapp gehaltene Einführung von Roncaglia und Sylos-Labini kann hier abhelfen. Sie eignet sich sehr gut als Begleitlektüre zu Standardlehrbüchern, in denen fast ausnahmslos die Theoriegeschichte ausgeklammert ist, indem sie auf die wesentlichen Fragen eingeht, mit denen sich Ökonomen beschäftigt haben und indem sie die Hauptvertreter vorstellt. Die Kapitel des Buches sind wie folgt überschrieben:

1. Grundlagen der Wirtschaftswissenschaft: Gegenstand und Methode

2. Die Geburt der modernen Wirtschaftswissenschaft: Die klassischen Ökonomen

3. Die Marginalisten

4. Statik und Dynamik: Schumpeter, Weber, Keynes

5. Neuere Debatten

6. Dynamische Analyse

7. Unterentwicklung und Umweltprobleme

8. Abschließende Betrachtungen

Intervention. European Journal of Economics and Economic Policies, 2008 Heft 2, S. 123-125 ()

"Alessandro Roncaglia und Paolo Sylos Labini können sicher nicht zu den Vertretern der Vorstellung eines unidirektionalen Wissensfortschritts gezählt werden. Ihre Geschichte des ökonomischen Denkens, deren dritte Auflage von 2001 jetzt von Peter Kalmbach (Universität Bremen) mithilfe von Salvatore Falcone ins Deutsche übersetzt wurde, ist von der Überzeugung geprägt, dass es in vielerlei Hinsicht lohnenswert sei, den Ansatz der ökonomischen Klassiker zu revitalisieren. Für Roncaglia und den im Jahre 2005 verstorbenen Sylos Labini (beide von der Universität »La Sapienza«, Rom) ist daher die Auseinandersetzung mit der Theoriegeschichte keine rein akademische Übung. Sie sehen vielmehr im methodisch-analytischen Ansatz der klassischen Ökonomen von William Petty über Adam Smith bis hin zu Karl Marx die für die Wirtschaftswissenschaft relevantere Methodik. Sie kritisieren, wie das entsprechende Buchkapitel über die marginalistischen Ökonomen verdeutlicht, das in den 1870er Jahren entstandene und in seinen Grundzügen noch heute dominierende Paradigma, dessen axiomatische Methodik eine ahistorische Sichtweise bedinge, während aus Sicht der beiden Italiener die Ökonomik eine gesellschaftlich und geschichtlich bestimmte (Sozial-) Wissenschaft sein sollte.

Das Buch verspricht »eine kurze Einführung« (so der Untertitel). Es ist jedoch kein einfaches Unterfangen, gut 300 Jahre theoriegeschichtlicher Entwicklung, die von der (vor-) ökonomischen Klassik bis zur Moderne reicht, auf etwas mehr als 100 Seiten darzustellen. Im Unterschied zu vielen anderen dogmengeschichtlichen Werken wird daher weitgehend auf bibliographische Angaben über die behandelten Ökonomen verzichtet, was hilft, das Buch schlank zu halten. Aber vor allem, weil die Autoren eine nicht nur chronologische, sondern auch an Paradigmen orientierte Darstellungsweise wählen, bei der Gruppen von Ökonomen zu Denkschulen zusammengefasst und deren wesentliche Anschauungen kompakt dargestellt werden, bewältigen sie diese Herausforderung recht erfolgreich. Dabei sollte sich der Leser jedoch bewusst sein, dass damit eine - wenngleich gut nachvollziehbare - spezifische Interpretation der jeweiligen Schulen sowie einzelner Ökonomen verbunden ist.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass Roncaglia und Sylos Labini ein sehr lesenswertes Bändchen verfasst haben, das zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der aktuellen wirtschaftswissenschaftlichen Theorie ermuntert. Die Kürze des Buches bedingt eine weitgehend überblicksartige und kompakte Darstellungsweise. Daher eignet sich das Buch nicht so sehr dafür, ökonomischen Novizen, etwa Erstsemestern, das ökonomische Denken von der Klassik bis zur Moderne nahe zubringen; dazu werden an zu vielen Stellen Vorkenntnisse über grundlegende ökonomische Begrifflichkeiten und Konzepte vorausgesetzt. Wer allerdings als Studierender in heutiger Zeit nur den Mainstream der Standardlehrbücher kennen gelernt hat, dem kann das Bändchen wichtige alternative Denkansätze aufzeigen und zu weiteren Nachforschungen, sei es in ausführlicheren theoriegeschichtlichen Werken oder in den Originalen der Klassiker, anregen."



ekz Bibliotheksservice ()

"Ähnlich gelagert wie G. Kolb: "Wirtschaftsideen" geben die beiden italienischen Professoren einen historischen Abriss über die Denkweisen in der akademischen Ausbildung von Wirtschaftswissenschaftlern. In der Gegenwart wird häufig das Studium abgeschlossen, ohne etwas über die Geschichte des Faches erfahren zu haben. Dieses Defizit soll hiermit reduziert werden. Der Ansatz hier ist eher philosophischer Art, bei Kolb eher pragmatischer. In diesem theoriegeschichtlichen Werk wird zunächst nach Gegenstand und Methode gefragt, nach statischen und dynamischen Auffassungen unterschieden. Es werden die klassischen Ökonomen, die Marginalisten, die Neoklassiker vorgestellt - alle, die Rang und Namen haben, sind hier versammelt. Was dachten sie, durch welche historischen Ereignisse und Entwicklungen sind sie darauf gekommen? Wo liegen die Schwerpunkte, wo die Denkfehler? Ein interessantes und angenehm zu lesendes Buch - Studenten wärmstens zu empfehlen. Auch für interessierte Laien.


the authors
Prof. Dr. Paolo Sylos Labini
Paolo Sylos Labini 1920-2005
Prof. Dr. Alessandro Roncaglia
Alessandro Roncaglia seit 1983 Professore ordinario di Economia politica, Facoltà di scienze statistiche, Università di Roma I.
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass Roncaglia und Sylos Labini ein sehr lesenswertes Bändchen verfasst haben, das zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der aktuellen wirtschaftswissenschaftlichen Theorie ermuntert." ...
    Intervention. European Journal of Economics and Economic Policies, 2008 Heft 2, S. 123-125 mehr...
  • "Ein interessantes und angenehm zu lesendes Buch - Studenten wärmstens zu empfehlen." ...
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