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Friday, August 23, 2019
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Gewerkschaften, Geldpolitik und Beschäftigung
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Gewerkschaften, Geldpolitik und Beschäftigung

Warum die EZB aktiv in einen Beschäftigungspakt eingebunden werden muss

23 Seiten · 3,15 EUR
(November 2006)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Sebastian Dullien versucht in seinem Beitrag zu begründen, weshalb nur eine Koordination von Geld- und Tarifpolitik – ein Beschäftigungspakt, wie ihn z.B. der europäische Makrodialog vorsieht – eine Situation erwirken kann, die durch ein höheres Nutzenniveau für alle beteiligten Akteure – also eine Pareto-Verbesserung – gekennzeichnet ist. Die Geldpolitik muss dabei neben der Verantwortung für die Preisstabilität auch die Beschäftigung im Blick haben, wie die Tarifpolitik sich auch dem Ziel der Preisstabilität verpflichtet fühlen muss. Ob derartige Vorgaben für die Akteure realistisch sind, bleibt explizit unbetrachtet – es handelt sich also um eine normative Analyse. Die Interdependenzen ergeben sich aus der Akzeptanz der exogenen Festlegung der Nomiallöhne durch die Tarifparteien einerseits und die Determination des Preisniveaus durch die Zentralbank andererseits in den Varianten des Barro-Gordon-Modells bzw. der Geldmenge in den Varianten des Modells mit eingeschränkter Konkurrenz. In beiden Fällen ergeben sich Reallöhne und Beschäftigung, in den letzteren Modellvarianten auch das Preisniveau endogen. Natürlich kann durch Nominalohnvariationen – bei konstanter Geldpolitik – ebenso wie durch geldpolitische Variationen – bei konstanten Nominallöhnen – jederzeit ein mit Vollbeschäftigung kompatibles Reallohnniveau angesteuert werden. Dies gilt allerdings nur unter zweifelhaften Annahmen – z.B. der Gültigkeit des Realkassen-Effektes und seiner Implikationen. Unter Auflösung dieser Annahmen kommt nun nicht mehr der Nominallohn-, sondern der Geldpolitik eine gewichtige Rolle in der Beschäftigungspolitik zu. Allerdings kann eine an Preisstabilität orientierte Geldpolitik einen solchen Kurs nur fahren, wenn sie Unterstützung von der Tarifpolitik erhält – ohne Abstimmungsmodi, der bereits benannte Beschäftigungspakt, ist dies aber nicht zu erwarten.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Prof. Dr. Sebastian Dullien
Sebastian Dullien

Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und Non-resident Senior Fellow of the American Institute of Contemporary German Studies in Washington, DC.

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