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Monday, August 26, 2019
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Gibt es eine Entropie in der Ökonomie?
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Gibt es eine Entropie in der Ökonomie?

29 Seiten · 3,99 EUR
(Juli 2010)

 
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Aus der Einleitung:

Nicholas Georgescu-Roegen gehört nicht zu den erstklassigen Ökonomen, wenn man den Nobel-Preis als empirisches Merkmal zur Kennzeichnung dieser Gruppe gelten lässt. Aber vielleicht gehört er sogar zu einer Klasse darüber, nämlich mit John Kenneth Galbraith, Albert O. Hirschman und Richard Goodwin zu den „vier unkonventionellen Ökonomen“ die, wie es heißt, „im Panorama der gegenwärtigen ökonomischen Schulen noch nicht ihren rechten Platz gefunden haben.“ Verschieden wie sie seien, zeigten sie doch alle einen gewissen Hang zur Häresie gegenüber der schulmäßigen Ökonomik und stellten deren Aufbau und Inhalt grundsätzlich in Frage. Georgescu-Roegens Theorie, so liest man, „ist eine Kritik aus dem Inneren des Gedankengebäudes der Ökonomik heraus, das er selbst mit gebaut hat“. Seine Erfolge machten ihn zu einem „dauernden Kandidaten für den Wirtschaftsnobelpreis.“ Er habe für seine „außerordentliche Ökonomik“„vielleicht tiefer als jeder andere Ökonom ... während seines Lebens über epistemologische und methodische Dinge nachgedacht, indem er stets die ‚wahren Fakten‘ (im Gegensatz zu den ‚stilisierten Fakten‘) des Wirtschaftslebens zu ergründen suchte. ‚Was stellt diese Variable dar?‘ Und: ‚In welchen Einheiten wird sie gemessen?‘ pflegte er zu fragen, nicht willens schlampiges, metaphysisches Denken zu akzeptieren, und solche Fragen können viel peinlicher sein, als man gewöhnlich gern zugeben würde.“ Georgescus Hauptwerk, sein „opus magnum“ trägt den Titel: „Das Entropie-Gesetz und der ökonomische Prozess.“ Obwohl es in seinem Ansatz „eine der fulminantesten zeitgenössischen Kritiken der herrschenden Ökonomie darstellt,“ wird es – so beklagen Georgescus Schüler – entweder gar nicht ernsthaft in die Fachdiskussion einbezogen oder für irreal gehalten. Heute, vierzig Jahre nach dem ersten Erscheinen spricht kein Mensch mehr davon, ob zu Recht oder Unrecht. Das soll hier geprüft werden. Denn oft ist die erste Reaktion der Zeitgenossen Unverständnis, und darum das anschließende Vergessen. Eine Generation später aber, nach einer gewissen Zeit, wenn die Sache selbst fortgeschritten ist, öffnet sich manchmal der Blick auf das, was aus der Nähe nicht zu erkennen war und bereichert die Kenntnis vom Gegenstand. Ist also Entropie ein Thema für nachhaltige Ökonomie? Ist es angebracht, Georgescu-Roegen wiederzuentdecken?


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Nachhaltige Entwicklung – das neue Paradigma in der Ökonomie
Harald Hagemann, Michael von Hauff (Hg.):
Nachhaltige Entwicklung – das neue Paradigma in der Ökonomie
the author
Prof. Dr. Utz-Peter Reich
Utz-Peter Reich

1938, Dipl.-Physiker, ehem. Professor für Volkswirtschaftslehre und Statistik an der Hochschule Mainz, zuvor Referent in der Abteilung Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen des Statistischen Bundesamtes. Veröffentlichungen über Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Werttheorie und Spieltheorie.

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