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Donnerstag, 13. Dezember 2018
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Globale und europäische Ungleichgewichte in den Leistungsbilanzen
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Globale und europäische Ungleichgewichte in den Leistungsbilanzen

33 Seiten · 6,65 EUR
(Dezember 2012)

 
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Aus der Einleitung des Herausgebers:

Der Beitrag bewegt sich auf der Ebene der Weltwirtschaft und arbeitet die Bedeutung der unausgeglichenen Leistungsbilanzen für die Schwere und die Dauerhaftigkeit der aktuellen weltweiten Wirtschaftskrise heraus. Priewe zeigt auf, dass seit 2000 zu den positiven Leistungsbilanzsalden vor allem China und die EU-Überschuss-Länder beitrugen, zu den Defizitsalden vor allem die USA und die EU-Defizitländer. Darin spiegeln sich zwei zentrale Problemfelder: Das Leistungsbilanzdefizit der USA gegenüber China und die Überschüsse und Defizite innerhalb des Euro-Raums. Da den Leistungsbilanzsalden ex definitione gleich hohe Salden in den Kapitalverkehrsbilanzen gegenüberstehen, setzt sich Priewe anschließend mit der Frage auseinander, ob die Leistungsbilanzsalden die Kapitalbilanzsalden bestimmen, ob die umgekehrte Wirkungsrichtung dominiert oder ob eine wechselseitige Beeinflussung zu vermuten ist. Priewe betont auch, dass einem positiven Saldo der Leistungsbilanz ein Überschuss der inländischen Ersparnis über die inländischen Investitionen entspricht und widerlegt Fehlinterpretationen und Trugschlüsse, die aus diesen saldenmechanischen Zusammenhängen gezogen werden. Priewe ermittelt dann insgesamt acht mögliche, z.T. umstrittene Triebkräfte von Leistungsbilanzungleichgewichten und fragt dann, ob es möglich und sinnvoll ist, zwischen "guten" und "schlechten" Ungleichgewichten zu unterscheiden und ob es hilfreich ist, dabei mit dem Begriff der Nachhaltigkeit zu operieren. Nach diesen allgemeinen Überlegungen nimmt Priewe speziell das Leistungsbilanzdefizit der USA und die außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte innerhalb des Euroraums unter die Lupe. Zugunsten der Tragfähigkeit des USA-Defizits führt er an, dass der Nettoeinkommenssaldo der USA immer noch – trotz der hohen Verschuldung – positiv ist. Für den Euroraum unterstreicht er den Einfluss der divergierenden Entwicklung von Lohnkosten und Preisen und kritisiert das Fehlen von Institutionen auf europäischer Ebene, die auf diese Divergenzen einwirken könnten. Abschließend betont Priewe, dass auch die Überschussländer zu den Ungleichgewichten beigetragen haben und daher ebenfalls zu ihrem Abbau beitragen sollten – eine Forderung, die Keynes bekanntlich bei seinen Vorschlägen zum Bretton-Woods-System stets erhoben hat.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Der Autor
Prof. Dr. Jan Priewe
Jan Priewe

Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.

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