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Sonntag, 18. November 2018
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Handelbare Emissionslizenzen

Die politische Ökonomie eines umweltökonomischen Instruments in Theorie und Praxis

"Hochschulschriften"  · Band 90

468 Seiten ·  44,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 3-89518-501-9 (März 2005 )

 
 

Nach jahrzehntelangen beharrlichen Empfehlungen von Ökonomen und zähem politischen Ringen ist mit dem EU-Emissionshandel für Treibhausgase ab 2005 erstmals der großräumige Einsatz der Lizenzlösung außerhalb der USA gelungen. Wie konnte es nach der bis dato zögerlichen Berücksichtigung des Instruments in der praktischen Umweltpolitik hierzu kommen? Lassen sich politische Erfolgsbedingungen des Instruments aus den empirischen Erfahrungen in den USA und Deutschland verallgemeinern? Und wie kann eine interdisziplinäre Umweltpolitiktheorie die empirisch beobachteten politischen Zusammenhänge erklären? Diesen Fragen widmet sich das vorliegende Buch.

Anwendung finden dabei einerseits umweltökonomische Wirkungsanalysen und die Aufarbeitung der empirischen Daten aus den USA, um zunächst die Frage nach der Problemlösungskapazität der Lizenzlösung als wichtige Akzeptanzdeterminante zu diskutieren. Andererseits werden die genuin politischen Zusammenhänge auf der Basis einer Synthese aus ökonomischen und politikwissenschaftlichen Umweltpolitikmodellen untersucht, wobei die deutsche Diskussion um den EU-Emissionshandel und die Instrumentenwahl im U.S.-amerikanischen Acid Rain Program als Fallbeispiele dienen.

Dem Leser wird so nicht nur ein Einblick in realpolitische Entscheidungsprozesse auf beiden Seiten des Atlantiks gewährt, sondern auch ein kritischer Umgang mit etablierten Umweltpolitiktheorien vermittelt. Das Buch richtet sich an Sozialwissenschaftler mit theoretisch-interdisziplinärem, besonders aber auch praxisorientiertem Interesse sowie an umweltpolitische Akteure, die einer ökologisch effektiven, ökonomisch effizienten und gesellschaftlich akzeptablen Umweltpolitik mit handelbaren Emissionslizenzen zum Durchbruch verhelfen wollen.

Zeitschrift für Politikwissenschaft, 1/2006, S. 172-173 ()

"Der ökonomischen Theorie zufolge sind handelbare Emissionslizenzen ökologisch effektiv und ökonomisch effizient, in der politischen Praxis sind sie aber bisher nur in wenigen Bereichen zum Einsatz gekommen. Auf der Basis der ökonomischen Theorie der Politik erklärt Rudolph, warum die politische Durchsetzung des Instruments nicht zu erwarten ist. Entgegen den aus der theoretischen Perspektive gewonnenen Ergebnissen wurde das Emissionslizenzkonzept in zwei Fällen implementiert: beim Acid Rain Program in den Vereinigten Staaten und zur Begrenzung des Kohlendioxidausstoßes in der EU. Der Autor untersucht in zwei detaillierten Fallstudien die jeweiligen politischen Konstellationen, die die Einführung ermöglichten. Darauf aufbauend bietet Rudolph eine theoretische Erklärung für die politische Durchsetzbarkeit des Instruments. Dazu kombiniert er politökonomische Ansätze mit politikwissenschaftlichen Überlegungen der Politikfeldanalyse. Über die Analyse von Problemstruktur, Akteuren, systemischen und situativen Handlungsbedingungen im Politikfeld Umweltpolitik zeigt er, warum die US-amerikanische Lizenzlösung aus ökologischer Sicht als voller Erfolg angesehen werden kann, während die EU-Regelung deutliche Schwächen aufweist."




Der Autor
Dr. Sven Rudolph
Sven Rudolph

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wirtschaftsrecht der Universität Kassel.

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dem Verlag bekannte Rezensionen
  • "Auf der Basis der ökonomischen Theorie der Politik erklärt Rudolph, warum die politische Durchsetzung des Instruments nicht zu erwarten ist." ...
    Zeitschrift für Politikwissenschaft, 1/2006, S. 172-173 mehr...
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