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Mittwoch, 21. November 2018
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Hat der Sozialstaat im globalen Wettbewerb noch eine Chance?
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Hat der Sozialstaat im globalen Wettbewerb noch eine Chance?

15 Seiten · 3,12 EUR
(Oktober 2005)

 
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Aus der Einleitung des Beitrags:

Dem Prozess der Globalisierung stehen wir mit gemischten Gefühlen gegenüber. Viele sehen in der Globalisierung weniger die Möglichkeiten einer wohlfahrtssteigernden internationalen Arbeitsteilung, sondern eher die politischen Gefahren durch den Verlust nationalstaatlicher Souveränität. In einer weitgehend geschlossenen Ökonomie kann der Staat als Monopolanbieter sozialpolitischer Arrangements auftreten; d.h. er ist in der Festlegung des Preis-Leistungs-Verhältnisses zwar nicht autonom, kann aber einen gewissen Preissetzungsspielraum ausnutzen. Durch die Globalisierung verliert der Nationalstaat diesen diskretionären Spielraum. Nun haben die Wirtschaftssubjekte die Möglichkeit, ihre angestammte Jurisdiktion zu verlassen und jene Gebietskörperschaften zu wählen, deren Regulierungspraxis ihren individuellen Präferenzen entsprechen. Unternehmen und mobile Produktionsfaktoren können sich durch Abwanderung dem fiskalischen Zugriff entziehen. Das kann eine Reihe von Problemen nach sich ziehen. Die aus ökonomischer Perspektive zentralen Problembereiche sind

- das gegenseitige Herunterkonkurrieren von Regulierungsstandards, sozia¬len Schutznormen und verteilungspolitischen Maßnamen auf ein ineffi¬zient niedriges Niveau (race to the bottom), sowie

- eine verstärkte strukturelle Benachteiligung immobiler Produktionsfakto¬ren mit der Folge, dass nur noch jene Faktoren, die sich nicht durch Ab¬wanderung dem fiskalischen Zugriff entziehen können, der Besteuerung unterworfen werden.

Beide Aspekte sollen im Folgenden beleuchtet werden. Der Beitrag ist wie folgt aufgebaut: zunächst werden die verteilungspolitischen Funktionen des Sozialstaats aus theoretischer Sicht dargestellt. Anschließend werden die Wirkungen der Globalisierung auf Umfang und Struktur des Sozialstaats angesprochen. Einige sozialpolitische Schlussfolgerungen beschließen den Beitrag.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Wirtschaftspolitik in offenen Demokratien
Lothar F. Neumann, Hajo Romahn (Hg.):
Wirtschaftspolitik in offenen Demokratien
Der Autor
Prof. Dr. Jörg Althammer

Professor für Sozialpolitik und Sozialökonomik an der Ruhr-Universität Bochum. Arbeitsschwerpunkte: Wirtschafts- und Sozialpolitik, Arbeitsmarktpolitik, ökonomische Theorie der Familie und der Familienpolitik

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