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Montag, 19. November 2018
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Methodologie


Herausforderung Programmforschung

Konzeption, Organisation und Evaluation problemorientierter Umweltforschung

"Ökologie und Wirtschaftsforschung"  · Band 63

142 Seiten ·  22,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 3-89518-570-1 (September 2006 )

 
 

Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften sind gefordert, an der globalen Aufgabe der Sicherung natürlicher Lebensgrundlagen mitzuwirken - durch Aufzeigen von Problemstrukturen und gangbaren Lösungswegen. Innerhalb des traditionellen Wissenschaftsbetriebes bestehen dabei beträchtliche Schwierigkeiten. Da "die Probleme uns nicht den Gefallen tun, sich selbst disziplinär oder gar fachlich zu definieren, bedarf es besonderer Anstrengungen, die in der Regel aus den Fächern oder Disziplinen herausführen" (Jürgen Mittelstraß). Große Forschungseinrichtungen, wie die Helmholtz-Gemeinschaft, antworten darauf mit der Umstellung der Forschungsförderung von der Förderung von Forschungsinstitutionen zur Förderung von disziplinübergreifenden integrativen Forschungsprogrammen.

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich das vorliegende Buch mit der Konzeption, Organisation und Evaluation problemorientierter Umweltforschung. Die Autoren, die am Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle (UFZ) an der Durchführung des Forschungsprogramms "Sustainable Use of Landscapes" mitwirken, untersuchen wissenschaftstheoretische und -politische Fragen, die sich bei der Umstellung von Umweltforschung hin zu einer integrativen Programmforschung stellen. Zugleich werden konkrete inhaltliche, strukturelle und organisatorische Schwierigkeiten bei der Durchführung und Beurteilung von Programmforschung angesprochen und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Erfolgreiche integrative Programmforschung stellt vier grundlegende Anforderungen: (i) Problemorientierung, (ii) wissenschaftliche Qualität, (iii) Integration unterschiedlicher Ansätze, (iv) Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Gesellschaft sowie Gesellschaft und Wissenschaft. Diesen Anforderungen muss bei Ausrichtung, Organisation und Evaluierung derartiger Forschung Rechnung getragen werden; die vier Aspekte sind somit gleichzeitig Leitkriterien bei der Evaluierung problemorientierter integrativer Programmforschung. Da eine angemessene Evaluierung einer solchen Forschung sich nicht im Abrufen quantitativer Indikatoren erschöpfen kann, werden eigene operationale Verfahren der Evaluierung abgeleitet, die von der Frage der Auswahl der Gutachter bis zur Vorschlägen für die Erstellung von Informationsbögen, Beurteilungsbögen und Checklisten reichen.


Die Autoren
Dr. Bernd Klauer
Bernd Klauer

ist seit 1997 am UFZ Leipzig-Halle. Er leitete 2002-2004 die Arbeitsgruppe Flussgebietsmanagement und seit 2004 die Arbeitsgruppe Integrierte Bewertung und Entscheidungsunterstützung.

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Prof. Dr. Bernd Hansjürgens
Bernd Hansjürgens

seit 1999 Universitätsprofessor für Umweltökonomie an der Universität Halle und Leitung der Abteilung Ökonomie am UFZ-Umweltforschungszentrum Halle-Leipzig.

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Dr. Reiner Manstetten

Philosoph und Ökonom, Wissenschaftler am Department Ökonomie des UFZ – Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle und Privatdozent am Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften der Universität Heidelberg.

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Philipp Steuer

Politologe, Wissenschaftler am Department Stadt- und Umweltsoziologie des UFZ – Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle.

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Dr. Herwig Unnerstall
Herwig Unnerstall

Dr. Herwig Unnerstall, M.A., Jurist und Philosoph, Studienleiter an der Evangelischen Akademie Hofgeismar der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck; davor langjähriger wiss. Mitarbeiter im Bereich des Umweltrechts zunächst an der Juristenfakultät der Universität Leipzig und sodann am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ. Wichtigste Publikationen: Rechte zukünftiger Generationen (1999); zusammen mit Walter Frenz: Nachhaltige Entwicklung im Europarecht (1999).

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Heidi Wittmer

Agrarökonomin, Wissenschaftlerin am Department Ökonomie des UFZ – Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle.

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