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Sonntag, 16. Dezember 2018
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Hicks über Keynes und die „Klassiker“
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Hicks über Keynes und die „Klassiker“

Das IS-LM-Modell in einem Scheingefecht

30 Seiten · 4,49 EUR
(Dezember 2017)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Ingo Barens setzt sich in seinem Beitrag kritisch mit dem von Hicks (1937) entwickelten grundlegenden Modell auseinander, das ein halbes Jahrhundert die makroökonomischen Lehrbücher prägen sollte. Er hebt dabei hervor, dass Keynes selbst im Vergleich zu den beiden von Harrod und Meade im selben Jahr entwickelten Ansätzen einer vereinfachenden Darstellung der Grundgedanken der General Theory und ihrer Unterschiede zur traditionellen Wirtschaftstheorie den Hicks’schen Versuch am wenigsten schätzte.

Gleichwohl ist der Hicks’sche Ansatz bis heute am einflussreichsten geblieben. Barens geht in seinem Beitrag den Ursachen der zurückhaltenden Reaktion von Keynes nach, indem er die relevanten Publikationen sowie die Korrespondenz zwischen Hicks und Keynes in den Jahren 1936-37 sorgfältig rekonstruiert. Er macht dabei die wichtige Unterscheidung zwischen den beiden Teilfragen, ob Keynes das von Hicks verwendete IS-LM-Modell und/oder die spezifische Verwendung dieses Modells abgelehnt habe. Als ein entscheidendes Ergebnis seiner Analyse betont Barens, dass Hicks (1937) in seinem Interpretati-onsvorschlag das Keynessche Konzept von unfreiwilliger Arbeitslosigkeit als ein Gleichgewichtsphänomen und damit eine entscheidende Innovation der General Theory einfach ignoriert habe, obwohl er es wenige Monate vorher in seinem Rezensionsartikel für das von Keynes herausgegebene Economic Journal noch als „neuartig“ und „verblüffend“ hervorgehoben hatte. Zudem habe Hicks in seiner Kritik eine Aussage über den Zins als ein monetäres Phänomen widerlegt, die Keynes so gar nicht vertreten habe. Keynes habe daher die Fruchtlosigkeit einer Auseinandersetzung mit Hicks erkannt und sich nicht auf ein „Scheingefecht“ einlassen wollen. Diese unterlassene Kontroverse seitens Keynes ist später von seinen Anhängern wie Richard Kahn und Joan Robinson sehr bedauert worden.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Keynes, Geld und Finanzen
Harald Hagemann, Jürgen Kromphardt, Markus Marterbauer (Hg.):
Keynes, Geld und Finanzen
Der Autor
Prof. Dr. Ingo Barens
Ingo Barens

habil. 1992; 1992-96 versch. Lehrtätigkeiten in Wuppertal, Frankfurt und Darmstadt; seit 1999 Prof. für Wirtschaftstheorie an der TU Darmstadt und seit 2000 Geschäftsführender Direktor des Inst. für VWL der TU Darmstadt.

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