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Montag, 16. Juli 2018
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Homo interagens als Entrepreneur

Die historische Bedeutung von Entrepreneurship Education für das moderne Individuum. Herausforderungen und neue Wege.

"Theorie der Unternehmung"  · Band 60

Habilitationsschrift

354 Seiten ·  38,00 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-7316-1070-0 (Mai 2014 )

 
 

Vom Mittelalter über die Renaissance bis hin zur Aufklärung entwickelte sich in Europa eine bis dahin einzigartige, revolutionäre Idee, die Idee von Individualität und der Hoffnung, selbst Herr seines Schicksals sein zu können. Von entscheidender Bedeutung hierfür waren Kaufleute bzw. Entrepreneure und ihre besondere Art des rationalen, unternehmerischen Denkens und Handelns.

Wie dies zur Entstehung der modernen Weltsicht und Gesellschaft beitrug und welch zentrale Rolle die Erziehung und Ausbildung dieser "Entrepreneure" dabei spielte, wird in einem ersten Teil der Arbeit nachgezeichnet. Im weiteren Verlauf wird dann aber auch gezeigt, wie die sich ins Extrem entwickelnde Individuumsidee heute negative Folgen zeitigt und daher die postmoderne Herausforderung einer totalen Auflösung des Sozialen gemeistert werden muss. Als eine mögliche Antwort hierauf wird das Konzept des homo interagens präsentiert, das Konzept des logisch zwingend auf die Interaktion mit anderen Menschen angewiesenen Individuums. Darauf aufbauend wird der Entrepreneur rekonstruiert. Erziehung und Ausbildung sind hierbei weiterhin von grundlegender Relevanz, nehmen als Entrepreneurship Education jedoch weniger die Gestalt von Instruktion an, als vielmehr die eines im sozialen Austausch gemachten Orientierungsangebots für Menschen jeden Alters, um es diesen zu erleichtern, selbstbestimmt in Interaktion mit anderen individuelle Ziele zu realisieren, egal ob durch eine Gründung, unternehmerisches Handeln in einem Unternehmen oder der allgemeinen Lebens- und Karriereplanung.

Wie diese theoretische, neue Sichtweise dann in der didaktisch-methodischen Praxis aussehen kann, wird schließlich am Beispiel eines realen Weiterbildungsprogramms für potentielle Existenzgründerinnen und -gründer expliziert, das der Autor gemeinsam mit Kollegen an der Leuphana Universität Lüneburg im Jahr 2011 entwickelt hat.


Der Autor
Dr. Mark Euler
Mark Euler

geb. 1973. Seit 2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Transferstelle 'Dialog' der Universität Oldenburg. 2005 Dissertation zum Thema "Soziales Kapital. Ein Brückenschlag zwischen Individuum und Gesellschaft." Seit 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter am neu eingerichteten Stiftungslehrstuhl für Entrepreneurship der Universität Oldenburg. Arbeitsschwerpunkte: Theorie der Netzwerkarbeit und des sozialen Kapitals sowie deren praktischer Bedeutung, z.B. für den Bereich Umweltschutz, dritter Sektor, Existenzgründung.

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