sprache deutsch
sprache english
» Zum Merkzettel
0 Artikel
» Zum Warenkorb
0 Artikel - 0,00 EUR


 Startseite » Umwelt  » Nachhaltigkeit & Generationengerechtigkeit 
Implikationen der Zieltypenzuordnung von Wäldern für das forstliche Controlling und die strategische Planung
Downloadgröße:
ca. 147 kb

Implikationen der Zieltypenzuordnung von Wäldern für das forstliche Controlling und die strategische Planung

20 Seiten · 4,00 EUR
(26. April 2013)

 
Ich bin mit den AGB, insbesondere Punkt 10 (ausschließlich private Nutzung, keine Weitergabe an Dritte), einverstanden und erkenne an, dass meine Bestellung nicht widerrufen werden kann.
 
 

Aus der Einleitung:

Nachhaltigkeit und moderne Forstwirtschaft sind eng miteinander verknüpft, wenn nicht sogar untrennbar miteinander verbunden. Dennoch ist die uneingeschränkte Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung und vor allem deren Nachweis, keine Selbstverständlichkeit. Probleme bereitet vielfach die unzureichende Operationalisierung nachhaltiger Bewirtschaftung. So kann eine wiederkehrende Bestockung durch eine Fichtenmonokultur zwar dem Gebot der Beschränkung auf die Abschöpfung des Zuwachses genügen (im Sinne einer Vorratsnachhaltigkeit), die verstärkte Rohhumusbildung führt jedoch zu einer pH-Wert-Absenkung des Bodens und damit zu einer dauerhaften Veränderung des Bodenzustands mit negativen Folgen für das Bodenleben und die Nährstoffversorgung der Pflanzen.

Ein anderer Aspekt ist die notwendige Systemabgrenzung. Ein zu enger oder kleinräumiger Blick führt ebenfalls zu Fehleinschätzungen. Keine Landnutzungsform kann auf kleinster Fläche jemals nachhaltig sein. Am Beispiel der Forstwirtschaft nimmt ein eingeschlagener Baum seine vielfältigen ökologischen Aufgaben unmittelbar nicht mehr wahr. Die entstandene Lücke im Waldgefüge kann erst ganz allmählich geschlossen werden. Die abtransportierten Baumteile – in erster Linie Teile des Stamms – führen zu einem Verlust an Biomasse und der darin gebundenen Nährstoffe. Erst bei großzügiger Systemabgrenzung ist ein interner Ausgleich bilanzierbar. Und selbst aus ökonomischer Sicht führt der Einschlag zum Untergang des Produktionsmittels, da der Baum Produktionsmittel und Produkt zugleich ist. Die multiplen Nutzungsansprüche, die von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen an den Wald und an den Waldeigentümer herangetragen werden, werden unter dem Begriff Multifunktionalität oder "multiple-usesilviculture" zusammengefasst. Die Vielfalt der Nutzungsansprüche und -möglichkeiten stellt ein forstliches Controlling, welches die Nachhaltigkeit als oberste Zielsetzung unterstützen soll, vor bedeutende Herausforderungen. Eine Rückführung dieser Vielfalt durch eine sinnvolle Abstraktion kann hier Abhilfe schaffen. Hierfür greifen wir in diesem Beitrag auf die Typenbildung zurück, durch die verschiedene Waldbearbeitungsformen anhand der vorherrschenden Ziele (ökologische, ökonomische und soziale Ziele) klassifiziert und anhand von weiteren Merkmalen charakterisiert werden können. Daraus ergeben sich wesentliche Folgerungen für ein angepasstes (forstliches) Controlling und die strategische Unternehmensplanung.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Wirtschaft – Gesellschaft – Natur
Djordje Pinter, Uwe Schubert (Hg.):
Wirtschaft – Gesellschaft – Natur
the authors
Prof. Dr. Peter Letmathe
Peter Letmathe

Inhaber des Lehrstuhls für BWL III, insbesondere Umweltökonomie an der Universität Siegen und Leiter des Siegener Mittelstandsinstituts (SMI).

[weitere Titel]
Dr. Thomas Urigshardt

Emitec Gesellschaft für Emissionstechnologie mbH; bis März 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Wertschöpfungsmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen und am Siegener Mittelstandsinstitut der Universität Siegen Studium der Forstwirtschaft an der FH Forstwirtschaft Rottenburg am Neckar, Studium der Betriebswirtschaftslehre und Promotion zum Dr. rer. pol. an der Universität Siegen.