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Individualistische Unternehmensführung

Eine wirtschaftsphilosophische Untersuchung

"Theorie der Unternehmung"  · Band 19

238 Seiten ·  34,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-443-7 (September 2003 )

 
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Über den Individualismus gibt es eine Menge Missverständnisse. Für die einen trägt er als handlungsleitendes, fundamentales Werte- und Normengefüge die Hauptschuld an vielen Übeln dieser Welt, vor allem in den modernen westlichen Demokratien und Industriegesellschaften. Werteverfall und Ich-Sucht lauten die Hauptvorwürfe. Für die anderen ist der Individualismus als sozialphilosophische Theorie verfehlt und abzulehnen, weil er die individuellen Glücksstrebungen der Menschen überbetone und gemeinschaftliche, soziale Werte und Aufgaben vernachlässige. Als Gegenentwürfe werden kollektivistische und – vor allem in jüngster Zeit – kommunitaristische Theorien entwickelt und diskutiert.

Doch das gegenwärtige Zeitalter des "eigenen Lebens" (Ulrich Beck) ist nicht durch Werteverfall und Ich-Sucht bedroht. Vielmehr ist zu befürchten, dass es nicht gelingt, die schöpferischen Impulse von Menschen in politisch-öffentliche Themen, Prioritäten und Formen zu übersetzen.

Die Kreativität von Menschen ist insbesondere auch für Unternehmen als "quasi-öffentliche" Organisationen (Peter Ulrich/Edgar Fluri) eine zunehmend wichtiger werdende Ressource. Sie gilt es durch eine Führungsphilosophie zu nutzen und zu fördern, die dem einzelnen Menschen im Unternehmen möglichst viel Entscheidungsspielraum, Entfaltungsmöglichkeiten und Verantwortung bietet. Eine darauf ausgerichtete individualistische Unternehmensführung soll sowohl einen ethischen Orientierungsrahmen für modernes, kooperatives Management-Handeln geben als auch die Grundbedingung für erfolgreiche Unternehmen formulieren. Denn nur dasjenige Unternehmen wird in einem sich immer härter gestaltenden Wettbewerb die Nase vorn haben, das die "besten Köpfe" gewinnen und – was noch wichtiger ist – auch halten kann. Daher werden Führungsstil, eine problemlösungsorientierte Kommunikation sowie eine vertrauensvolle und zugleich effektive Zusammenarbeit zu Hauptthemen der Unternehmenskultur.

Erstmals wird in dieser Arbeit eine philosophisch und betriebswirtschaftlich fundierte Analyse vorgelegt, die den Boden bereitet für eine praxisrelevante individualistische Unternehmensführung. Empirisch untermauerte Managementtheorien wie die von Bartlett und Ghoshal ("Der Einzelne zählt") und Beraterphilosophien wie die von Reinhard K. Sprenger ("Aufstand des Individuums") erhalten auf diese Weise eine explizite philosophisch-kritische Fundierung.

Perlentaucher, www.perlentaucher.de/autor/karl-hackstette.html. Zusammenfassung der Rezension in der Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.01.2004

"Das eigentliche Thema des Buches sei die "individualistische Führungsethik" und nicht Unternehmensführung, wie es der Titel suggeriere, präzisiert Heinz K. Stahl in seiner Besprechung. Der Autor, der sich selbst als "gelernten Philosophen" bezeichne, plädiert darin für eine "am Individuum ausgerichtete Führung" und kontrastiere die "Kollektivisten" Georg Friedrich Wilhelm Hegel und Karl Marx mit den "Individualisten" Immanuel Kant und John Stuart Mill, weiß der Rezensent zu berichten. Hackstette "brilliert, wenn er Philosophisches erklärt", scheitere aber, wenn er "praktische Handlungsempfehlungen geben möchte", lautet das Urteil Stahls."

Aufklärung und Kritik. Zeitschrift für freies Denken und humanistische Philosophie, 2/2007, S. 268-269 ()

"Der Autor stellt am Ende seine Konzeption einer individualistischen Unternehmensethik vor, die getragen ist von einem effizienten Problemlösungsverhalten, Eigeninitiative, selbst verantwortetem Handeln und Kooperation auf allen Ebenen. Kooperation (statt 'Teamarbeit') in einer vernetzten Organisation (statt Kreativität tötender Hierarchie) von erwachsenen Individuen (statt gegängelten 'Mitarbeitern') sind ebenso Forderungen an eine 'gute' Führung, wie etwa die zielgerichtete und sachgerechte Kommunikation, die Ausrichtung am 'magischen Dreieck' des Verantwortungs-, Individualitäts- und Erfolgspostulats. ... Dieses Buch ist ein Muss für Insider und solche, die es werden wollen: lesenswert, unterhaltsam, nachdenkenswert!


the author
Dr. Karl Hackstette
Karl Hackstette studierte Philosophie und Germanistik in Erlangen, Göttingen und Mannheim. Nach einer Ausbildung zum Redakteur und Verlagstätigkeiten wechselte er als Kommunikationsmanager und Pressesprecher zu einem Wirtschaftsunternehmen. Er promovierte in Wirtschaftswissenschaften und lebt heute als freier Publizist in Oldenburg/Niedersachsen.
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • Perlentaucher, www.perlentaucher.de/autor/karl-hackstette.html. Zusammenfassung der Rezension in der Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.01.2004
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  • "Dieses Buch ist ein Muss für Insider und solche, die es werden wollen: lesenswert, unterhaltsam, nachdenkenswert!" ...
    Aufklärung und Kritik. Zeitschrift für freies Denken und humanistische Philosophie, 2/2007, S. 268-269 mehr...
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.01.2004
  • Conturen, 4/2004, S. 1023
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