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Friday, September 20, 2019
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Innovationen im Kontext nachhaltiger Entwicklung
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Innovationen im Kontext nachhaltiger Entwicklung

28 Seiten · 3,90 EUR
(Juli 2010)

 
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Aus der Einleitung:

Innovationen sind sowohl aus der Perspektive des ökonomischen Mainstreams als auch der nachhaltigen Entwicklung wünschenswert. Dennoch begründet sich die Wichtigkeit von Innovationen aus den genannten Perspektiven ganz unterschiedlich. Innovationen sind aus ökonomischer Perspektive per se erwünscht, wenn sie nachfolgende Bedingung erfüllen:

ist eine Neuerung am Markt erfolgreich, wird sie als Innovation positiv bewertet. Aus der Perspektive nachhaltiger Entwicklung entstehen nur dann positive Wirkungen, wenn alle drei Dimensionen, d.h. Ökologie, Ökonomie und Soziales bei der Entstehung von Innovationen berücksichtigt werden. Daher stellt sich im Folgenden zunächst die Frage, wie Innovationen in der Ökonomie bisher diskutiert und eingeordnet werden. Im Folgenden werden aber nur einige wichtige Begründungszusammenhänge der Innovationsforschung aufgezeigt. Einen umfassenden Überblick zur Innovationsforschung bieten u.a. Welsch und Corsten u.a.

Innovationen nehmen in der Volkswirtschaftslehre eine herausragende Bedeutung ein. Sie werden häufig als das Ergebnis des technischen Fortschritts bezeichnet. Der technische Fortschritt gilt wiederum als Antriebskraft des wirtschaftlichen Wachstums. Daraus begründet sich in marktwirtschaftlichen Systemen ein Innovationswettbewerb, der ganz wesentlich die Dynamik des Wachstums determiniert. Innovationen werden in einem engen Sinne als technische Neuerungen beschrieben. Aus der Perspektive nachhaltiger Entwicklung bleibt jedoch häufig unberücksichtigt, dass Innovationen auch negative Auswirkungen z.B. auf die Umwelt oder die Gesundheit von Menschen haben können. In der Innovationsforschung wird jedoch die Analyse einzelner Innovationen zunehmend als unzureichend erachtet, da hierbei das Umfeld der Entstehung und Realisierung von Innovationen nicht berücksichtigt wird.

Das Paradigma nachhaltiger Entwicklung stellt spezifische Anforderungen, die natürlich auch für Innovationen gelten. Innovationen müssen in die drei Nachhaltigkeitsdimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales eingebunden sein. Betrachtet man jedoch die nachhaltige Innovationsforschung, so muss man feststellen, dass sie sich bisher ganz wesentlich auf die ökologische Nachhaltigkeit konzentriert. Es geht dabei um den umwelttechnischen Fortschritt bzw. umwelttechnische Innovationen. Dagegen steht eine konzeptionelle Verbindung der drei Dimensionen in der Forschung nachhaltiger Innovationen noch ganz am Anfang. In diesem Beitrag werden zunächst allgemeine Anforderungen an nachhaltige Innovationen aufgezeigt, die beiden theoretischen Begründungsansätze nachhaltiger Innovationen abgegrenzt und die gegensätzlichen Positionen aufgezeigt. Anschließend geht es dann darum diese Kontroverse aufzulösen. Am Ende werden die wichtigsten Erkenntnisse noch einmal zusammengeführt.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Nachhaltige Entwicklung – das neue Paradigma in der Ökonomie
Harald Hagemann, Michael von Hauff (Hg.):
Nachhaltige Entwicklung – das neue Paradigma in der Ökonomie
the authors
Prof. Dr. Michael von Hauff
Michael von Hauff

seit 1991 Professor für Volkswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Entwicklungsökonomie und Umweltökonomie an der TU Kaiserslautern.

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Dr. Andrea Jörg
Andrea Jörg

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Distance and International Studies Center der Technischen Universität Kaiserslautern.