sprache deutsch
sprache english
» Zum Merkzettel
0 Artikel
» Zum Warenkorb
0 Artikel - 0,00 EUR


 Startseite » Umwelt  » Nachhaltigkeit & Generationengerechtigkeit 
Institutionelle Reformen für eine Nachhaltige Ökonomie
Downloadgröße:
ca. 124 kb

Institutionelle Reformen für eine Nachhaltige Ökonomie

22 Seiten · 3,28 EUR
(18. April 2013)

 
Ich bin mit den AGB, insbesondere Punkt 10 (ausschließlich private Nutzung, keine Weitergabe an Dritte), einverstanden und erkenne an, dass meine Bestellung nicht widerrufen werden kann.
 
 

Abstrakt:

Die Kritik an der herrschenden Wachstumsökonomie, die dabei ist, die natürlichen Lebensgrundlagen zu gefährden, wird immer vernehmbarer. Sie beschränkt sich jedoch überwiegend auf moralische Appelle an ein verändertes individuelles Verhalten von Konsumenten und Produzenten oder auf instrumentelle Reformvorschläge. Beide Formen der Kritik bewegen sich innerhalb des institutionellen Rahmens, den die (mehr oder weniger sozial moderierte) herrschende kapitalistische Wirtschaftsordnung setzt. Meine These ist: Der Durchbruch zu einer Ökonomie der Nachhaltigkeit, die sowohl die inter- wie die intergereative Gerechtigkeit berücksichtigt, kann nur gelingen, wenn die normativen Appelle und instrumentellen Reformen durch eine Korrektur der Grundregeln ökonomischen Verhaltens, also der zentralen ökonomischen Institutionen ergänzt werden. Dies betrifft die ökonomischen Entscheidungsrechte, die Koordination einzelwirtschaftlicher Entscheidungen und die Beziehungen zwischen den wirtschaftlichen Akteuren. Ohne eine Umbau der Institutionen kann der immanente ökonomische Wachstumszwang, der die herrschende Ökonomie treibt und der politische Wachstumszwang, der die Gesellschaft fesselt, nicht gebrochen werden, können auch die notwendigen technischen und ökonomischen Innovationen nicht umfassend und schnell genug durchgeführt werden, um die Ressourcenproduktivität entscheidend zu erhöhen. Mein Beitrag stellt eine Agenda zur Korrektur der ökonomischen Institutionen zur Diskussion, die über normative Appelle und instrumentelle Reformen innerhalb des Kapitalismus hinausgeht, sich aber auch nicht von einer dogmatischen Gegensetzung von Markt oder Staat leiten lässt.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Jahrbuch Nachhaltige Ökonomie 2011/2012
Holger Rogall, Hans-Christoph Binswanger, Felix Ekardt, Anja Grothe, Wolf-Dieter Hasenclever, Ingomar Hauchler, Martin Jänicke, Karl Kollmann, Nina V. Michaelis, Hans G. Nutzinger, Gerhard Scherhorn (Hg.):
Jahrbuch Nachhaltige Ökonomie 2011/2012
the author
Prof. Dr. Ingomar Hauchler
Ingomar Hauchler

ist Professor für Wirtschaftswissenschaften und lehrte an der Hochschule Bremen. Er war Mitglied des Vorstandes und Kuratoriums der Stiftung Entwicklung und Frieden, Herausgeber und Autor des Jahrbuches Globale Trends. Ingomar Hauchler gehörte als Abgeordneter dem Deutschen Bundestag an. Er war Sprecher der SPD für Entwicklungspolitik und Weltwirtschaft, zeitweise Mitglied im Finanzausschuss und im Auswärtigen Ausschuss. Er ist Mitglied der Grundwertekommission der SPD und des Netzwerks Nachhaltige Ökonomie. Hauchlers Interesse gilt strukturellen Reformen der Wirtschaftspolitik, die neben sozialen Aspekten die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen in den Mittelpunkt rückt.

[weitere Titel]