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Mittwoch, 18. Juli 2018
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Institutionen im internationalen Wettbewerb: Die gesetzliche Unfallversicherung
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Institutionen im internationalen Wettbewerb: Die gesetzliche Unfallversicherung

22 Seiten · 3,87 EUR
(Oktober 2005)

 
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Aus der Einleitung des Beitrags:

Die Diskussion um die Reformbedürftigkeit unseres Systems der sozialen Sicherung hat Geschichte. Seit Jahrzehnten stehen die Gesetzliche Rentenversicherung, die Gesetzliche Krankenversicherung und die Arbeitslosenversicherung unter erheblichem Reformdruck. Steigende Arbeitslosigkeit, demografischer Wandel und zunehmender internationaler Wettbewerbsdruck – über die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion noch bedeutender geworden – werden als wichtige Ursachenfaktoren genannt. Woran liegt es, dass sich auf der anderen Seite die Entwicklung eines der ältesten Zweige der Sozialversicherung, der der gesetzlichen Unfallversicherung, fast geräuschlos vollzogen hat? Und warum wird in den letzten Jahren Kritik laut an den institutionellen Regelungen in der gesetzlichen Unfallversicherung und speziell an der Monopolstellung der gewerblichen Berufsgenossenschaften?

Im Folgenden werden zunächst die Besonderheiten der gesetzlichen Unfallversicherung bzw. der Berufsgenossenschaften gegenüber den anderen Zweigen der Sozialversicherung knapp umrissen. Danach wird die wesentliche Kritik an der Monopolstellung der Berufsgenossenschaften diskutiert. Diese Diskussion beinhaltet auch die Frage nach der Vereinbarkeit des Monopols mit den Regeln des Binnenmarkes. Daran schließt sich die Frage an, ob die mit der Kritik verbundenen Reformvorschläge Effizienzgewinne und Kostensenkungspotentiale versprechen. Leider können empirische Befunde zur Beantwortung dieser Frage nur sehr bedingt herangezogen werden. Dies liegt an der Schwierigkeit internationaler Vergleiche von Systemen der gesetzlichen Unfallversicherung. Auf diese Problematik ist ebenfalls kurz einzugehen. Abschließend wird die Frage nach der Logik der Reformdiskussion unter dem Gesichtspunkt des Wettbewerbsdrucks auf die Systeme sozialer Sicherung über die Europäische Union gestellt.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Wirtschaftspolitik in offenen Demokratien
Lothar F. Neumann, Hajo Romahn (Hg.):
Wirtschaftspolitik in offenen Demokratien
Der Autor
Hajo Romahn

Lehrstuhl für Sozialpolitik und Sozialökonomik, Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für beratende Sozial- und Wirtschaftswissenschaften – Gerhard Weisser-Institut.

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